Illt - Urhat

Review

Soundcheck September 2021# 13

Roy Westad ist ein norwegischer Komponist von Filmmusik und hat 2014 den Gullruten (den norwegischen Emmy) für die beste Filmmusik für seine Arbeit an der Serie “Jakten pa Norge” bekommen. Ganz nebenbei ist er auch noch Metalfan und hatte die Idee, ein Soloalbum zu schreiben. Da er aber nur etwas Gitarre spielt, hat er sich auf den Bass beschränkt und für ILLT Gastmusiker ins Studio eingeladen. Gefolgt sind dem Ruf Björn „Speed“ Strid von SOILWORK und THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA für den Gesang und Dirk Verbeuren für das Schlagzeug. Dieser trommelt nebenbei bei MEGADETH und diversen anderen Bands. Für die Gitarren gewann Westad Karl Sanders von NILE und Kjell Karlsen von CHROME DIVISION. Neben Westad der einzige andere Norweger.

ILLT – Soloprojekt mit Allstar-Musikern

Herausgekommen ist ein vor Energie strotzendes Album, das in zwei Traditionslinien steht. Erstens bezieht es sich auf den Wurzeln des norwegischen Black Metals und führt diese zweitens wie bei KVELERTAK mit einem Haufen anderer Einflüsse ein Vierteljahrhundert später in den aktuellen Kontext rüber.

Bei Metal Archives wird „Urhat“ als Black ’n‘ Roll bezeichnet, doch es ist mehr als das. Death- und Thrash-Metal-Einflüsse schimmern jederzeit durch, immer wieder gibt es Referenzen und Anlehnungen an die großen Bands der norwegischen Szene. Oder will mir jemand erzählen, dass Minute Zwei bis Minute Drei von „The End Of All Things“ nicht auch von EMPEROR stammen könnte? Solche Momente durchziehen das Album.

„Urhat“ ist ein Black Metal Soundtrack

Genau wie bei KVELERTAK muss man bei ILLT die Scheuklappen ablegen. Das hier ist kein Album für Puristen, sondern ein moderner Black-Metal-Soundtrack. Und erwartet ja nicht, dass einer der Gastmusiker Einflüsse seiner eigenen Band beigetragen hat. Selbst Strid klingt komplett anders als bei SOILWORK.

Menschen, die ihren Black Metal unkonventionell mögen, und Fans von KVELERTAK sollten bei ILLT mal reinhören und Herrn Westad die Bestätigung geben, dass er nicht nur Filmmusik schreiben kann, sondern auch in seinem Lieblingsgenre gemocht wird. Und vielleicht kann er beides mal bei passender Gelegenheit zusammenführen.

04.10.2021

Schuld ist man immer nur selbst, alles andere ist Feigheit.

Der metal.de Serviervorschlag

Oder auch: "Wer 'Urhat' von Illt mag, wird auch das hier mögen." Lass andere Leser wissen, welche Platten sie noch anchecken sollten, wenn ihnen "Urhat" gefällt.

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21 Kommentare zu Illt - Urhat

  1. Stormy sagt:

    Da gehen die 8 Punkte mal absolut klar. Man merkt, der Mann kann was. Musikalisch und in der Auswahl seiner Mitstreiter.
    Starkes Album.

    8/10
  2. nili68 sagt:

    Nichts Besonderes, aber solide. Kann man machen, wenn die Rente nicht langt..

  3. Watutinki sagt:

    Kann was, fällt aber im direkten Vergleich mit CF, die deutlich rotziger und atmosphärischer rüberkommen, stark zurück. Moderne Produktion halt und so’n Mist. :PP

  4. Stormy sagt:

    Jetzt verstehe ich, was Du mit „moderner Produktion“ meinst.
    Eine professionelle, saubere und nicht von irgendwelchen Dilettanten zusammengestümperte Produktion.
    Das Album hier ist nämlich tatsächlich weder zu Tode komprimiert noch übersteuert.
    Eine ordentliche, handwerklich absolut saubere Arbeit.
    Gut, das hat jetzt nichts damit zu tun ob es einem persönlich gefällt, aber wenn ich mir da so anschaue, was da bei „erdigen“ oder „rotzigen“ Produktionen oft an Dynamik übrig ist und an Übersteuerungen präsentiert wird, da stellt es einem die Haare auf.
    Hier bei diesem Album sieht man halt selbst bei der Produktion, dass hier jemand am Werk ist, der sich mit Musik und Musik machen wirklich auskennt.
    Ob es einem gefällt, ob es den persönlichen Geschmack trifft… andere Baustelle. Das ist jedem selbst überlassen.

    Ach ja, @Nili: Ob ein preisgekrönter Komponist von Filmsoundtracks tatsächlich ein solches Black Metal Album des Geldes wegen aufnimmt…

  5. Vlad_the_Impala sagt:

    Hab mir jetzt 4 Songs auf Youtube angehört, wollte es aufgrund der „großen Namen“ und optischen Ästhetik eigentlich mögen, aber irgendwie geht es überhaupt nicht an mich ran.
    Klar, spieltechnisch auf hohem Niveau. Zeitgemäße (aber m.M.n. auch nicht sonderlich gute) Produktion. Cooles Artwork, nette Story. Die Zeichen stünden auf Sturm, aber..
    Unterm Strich finde ich es musikalisch etwas „überambitioniert“. Selten, dass sich eine musikalische Idee mal wirklich entwickeln kann. Recht viele deplatzierte Wechsel, und dann ständig dieses Geblaste und überhaupt… Nichts, was ich mehr als 1x hören müsste.

    Achso, und… „Achtung, Meinung!“. 🙂

  6. Watutinki sagt:

    „Eine professionelle, saubere und nicht von irgendwelchen Dilettanten zusammengestümperte Produktion.“

    Und das hier ist dann also eine unprofessionelle, dilettantisch zusammengestümperte Produktion?
    https://www.youtube.com/watch?v=MyHZIU09ll0&feature=emb_logo

  7. Stormy sagt:

    @Watu
    Deine Frage bzw. das Beispiel sind jetzt nicht ernst gemeint, oder?
    Die Produktion ist einfach schlampig, was sogar in Kritiken zum Album nachzulesen ist.

    Ob einem das gefällt oder nicht, ist eine völlig andere Sache. Den einen gefällt es, wenn die Leute im Studio rote Leuchten für etwas Positives halten, den anderen stellt es die Haare auf. Jeder Jeck ist anders.

  8. Stormy sagt:

    P.S.
    Das es auch „harsch“/„rau“/„roh“ geht und trotzdem handwerklich sauber produziert sein kann, beweist zum Beispiel Dark Medieval Times von Satyricon.
    Ordentlich Dynamik und keine Übersteuerung. Da waren Leute im Studio die wussten was sie tun.

  9. Watutinki sagt:

    Hängt halt auch immer davon ab was man erreichen möchte. Die Black Shining Leather soll halt knallen und das haben die halt auch produktionstechnisch so umgesetzt.

    Dark Medieval Times finde ich von der Produktion her etwas hell und zu dünn, aber ist in Ordnung. Mag dennoch lieber die Shadowthrone, die klingt wärmer. Die Nemesis Divina ist dagegen ziemlich überproduziert.

  10. nili68 sagt:

    @Stormy
    War ’n offensichtlich misslungener Scherz mit der Rente, aber ich dachte der Satz ist sonst zu kurz.. 😀

  11. Blizzfux sagt:

    Saugeiles Intro. Dachte da kommt jetzt der Soundtrack zur Apokalypse. Aber dann… hört sich irgendwie wie eine schlechtere Version von HSB oder so an. Dass das Black Metal ist, muss man auch dazu sagen, oder?

    Finde die Mucke auch ganz okay. Braucht man aber auch nicht unbedingt.

  12. nili68 sagt:

    Ich frage mich nur, warum man heutzutage immer noch mit so ’nem billigen Covermotiv um die Ecke kommt, wenn man ernst genommen werden will und nicht nur auf 14 jährige Fans abzielt..

  13. cocs sagt:

    bei so Allstar Zeugs bin ich ja immer skeptisch, und der Song hier reisst mich auch nicht vom Hocker, ein paar nette Gitarrenriffs reichen nicht, der Gesang zwar gut, ob das BM ist ?, eher Nein, wenn man das ganze Album hören könnte, würde ich es probieren , ob IIIt gut ist, oder nur ein weiteres Allstar -Projekt ist

  14. Stormy sagt:

    @cocs
    https://www.youtube.com/playlist?list=PLgXk3EZXILRjcDvbcFUW52aMyrH6oO_Ya
    https://illtofficial.bandcamp.com/album/urhat-2

    Ist jetzt nicht so schwer zu finden und ist auch nicht so, dass das Album nicht schon (digital) erhältlich wäre.

  15. thedeerhunter sagt:

    Das alles kann weg😂..Schreckliches Songwriting,schlimmer Gesang,dürftige Produktion.Wo da Kvelertak,geschweige denn Black Metal drin sein soll bleibt mir verborgen.Für den Drummer gibt‘s die 3 Punkte,aber gerade so.Vermutlich wollte er sich mal das schöne Norwegen angucken 🤣.Ok:das hier ist übelst banaler Metalcore den kein Mensch braucht.Und das Cover auch nicht.So.Bin fertig.

    3/10
  16. doktor von pain sagt:

    Also, Metalcore ist das mit Sicherheit nicht…

  17. Stormy sagt:

    Metalcore sollte vermutlich ein Witz sein. So wie der ganze Kommentar nicht ganz ernst zu nehmen ist.
    Dass es sich bei dem Album nicht um ein Black Metal Album handelt, steht auch ganz deutlich im Text der Rezension.
    Ob es einem am Ende gefällt, ist eine ganz andere Sache, aber vielleicht sollte man sich solche albernen Kommentare dann doch einfach sparen.

  18. ultra.silvam sagt:

    Also der Metalcore Vergleich ist durchaus angebracht. Drumming mit den ganzen Breaks, und insbesondere die Vocals sind schon sehr an dem was viele Metalcore Bands heutzutage machen, insbesondere die sich ästhetisch dem Black oder Death Metal bedienen.
    Rein objektiv zur Musik, mag es ja eine super technisch moderne Produktion und alles auf den Punkt genau gespielt sein, aber nur weil jemand was von Musik versteht weil er mit Filmmusik erfolgreich ist, heißt das noch lange nicht das er ein gutes Black Metal Album machen kann.
    Subjektiv betrachtet find ich die Scheibe nicht hörbar. Kopfschmerzmusik. Kommt in der Tat an Metal-/ Deathcore Bands ran. So, und jetzt bitte weiter mit den Kommentaren der Leute deren elitären Musikgeschmack ich verletzt habe…

    2/10
  19. doktor von pain sagt:

    Ich fand den verlinkten Song nun auch nicht gerade spektakulär. Ganz nett, mehr nicht – nichts, was ich mir kaufen würde. Aber in meinen Ohren ist das halt kein Metalcore, auch wenn vielleicht das eine oder andere Element aus dem Genre hier und da auftaucht. Na ja, am Ende ist so eine Schubladen-Diskussion eh unnütz. Der eine sieht’s so, der andere so.

  20. nili68 sagt:

    Metalcore kann ja auch gut sein, aber das hier taugt einfach nicht viel, egal was es ist. IMO natürlich.. 😉