Immolation - Descent

Review

Galerie mit 28 Bildern: Immolation - Death Over Europe 2026 in Berlin

Die Band, die sich laut eigener Aussage niemals auflösen oder verkaufen wird, ist zurück. Ganze vier Jahre mussten wir warten, bis IMMOLATION mit „Descent“ jetzt die Nachfolge zum 2022er „Acts Of God“ antreten. Vom einstigen MORBID ANGELschen Sound aus den „Dawn-Of-Possession“-Zeiten ist bekanntlich schon lange nichts mehr übrig. Wenn man sich mit dem Gedanken erstmal angefreundet hat (bei jedem neuen Album keimen Hoffnungen auf), dann zimmern die New Yorker einem unbemerkt einen perfekt sitzenden Sarg, noch bevor der Auftakt „These Vengeful Winds“ verklungen ist.

IMMOLATION sind zurück!

„Descent“ markiert das zwölfte Studioalbum der Band und ist geprägt vom Abgrund, an dem sich die Zivilisation befindet. Die schlechte Nachricht: Die zehn Songs vermitteln keine Hoffnung. Es gibt keine Hoffnung – so die These. Insofern passt die Metapher mit dem maßgefertigten Sarg für die Menschheit gut. Dass es sich hierbei nicht um leere Phrasen handelt, macht ein Song wie „God´s Last Breath“ deutlich, der sich langsam in die Eingeweide schleicht und mit gedrosseltem Tempo von innen zerreißt. „Adversary“ kling ähnlich abscheulich und während „Descent“ läuft, macht sich mehr und mehr Unbehagen breit.

„Descent“ ist abscheulich und bedrohlich

Teilweise flirren die Gitarren mit schwarzer Tunke auf, die Drums walzen alles nieder und IMMOLATION sind streckenweise finsterer als DEICIDE es jemals waren. „Bend Towards The Dark“ begehrt dann doch einmal kurz mit einer Melodie auf, die aber hinter der Wucht des marschierenden Rhythmus schnell in die Knie geht. Ein Höhepunkt der Platte stellt das instrumentale Intermezzo „Banished“ dar, was bezeichnend für das Gesamtergebnis sein mag.

Bevor es in das Finale und den Titelsong „Descent“ geht, dürfen wir das bisher Gehörte nämlich noch einmal Revue passieren lassen. IMMOLATION opfern zwar – wie versprochen – nicht ihre Identität zugunsten von irgendetwas oder irgendwem und sind kompromisslos wie eh und je. Die Platte ist allerdings zu sperrig ausgefallen, um als Band-Klassiker durchzugehen. Als logische Ergänzung zu „Acts Of God“ (das im Gegensatz zu „Descent“ erstaunlich fröhlich rüberkommt) ist die Veröffentlichung aber nicht ekelhaft genug, um mit den räudigsten Schandtaten der Band („Failures For Gods“) mithalten zu können.

Death-Metal-Fans sollten bei „Descent“ selbstverständlich trotzdem zugreifen und auch die progressive Anhängerschaft sonstiger Extreme-Metal-Spielarten sollte auf ihre Kosten kommen.

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12.04.2026

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1 Kommentar zu Immolation - Descent

  1. El Tiburon sagt:

    Mit Immolation und auch wieder mit diesem Album tu ich mich immer schwer. Ich weiß nicht warum, von der Beschreibung her müsste das voll meine Baustelle sein. Death Metal, richtig tiefe Growls, eine gewisse technische Raffinesse ohne es zu übertreiben, Aggression und Groove und eine gute Albumlänge für das Genre und trotzdem… Sitze ich auch hier nach gut 40 Minuten relativ teilnahmslos vor der heimischen Anlage und fühl mich überhaupt nicht abgeholt ohne sagen zu können, an was es liegt. Schade drum…