Insignium - In Die Abgründe

Review

INSIGNIUM treiben nun auch schon beinahe eine Dekade ihr Unwesen im Untergrund und krönen ihren bisherigen Weg nun mit dem Release ihres Debütalbums „In die Abgründe“. Nach dem ’99er Demo „Insignia Risen“ handelt es sich dabei erst um den zweiten Tonträger des Vierers, die mit dieser Langrille in der Tasche einen Deal beim schwäbischen Vorzeige Black Metal Label ergattern konnten. Und das völlig zurecht, denn was INSIGNIUM hier ins Silikon geritzt haben, kann sich wirklich hören lassen und zeigt, dass die Band in den letzten Jahren nicht untätig war! Mit einem ausgeprägten Gespür für eingängige Melodien und reichlich Erfahrung, wie man die Instrumente zu bedienen hat, hat die Band ein Album aufgenommen, das bereits beim ersten Durchlauf gefällt. Stilistisch schwimmt man einerseits eindeutig im melodischen Fahrwasser von Schwarzwurzelkollegen wie DARK FUNERAL oder MEPHISTOPHELES, webt aber auch gerne todesmetallische Elemente mit in den Sound ein, was des öfteren an UNANIMATED oder SACRAMENTUM denken lässt. Dass es dabei hauptsächlich sehr zügig zugeht, verwundert bei diesen Referenzen kaum. Bei aller Hast zeigt sich das Material jedoch keinesfalls eintönig oder einseitig, da immer wieder durch passende Tempowechsel und unterschiedliche Stimmungen, wie etwa schwelgerischen Solopassagen (sogar unverzerrt in „Der Brief“), neue Aspekte in die Songs einfließen. Auch wenn die Scheibe vor Aggression nur so strotzt, fehlt es zu keiner Zeit an schönen, nachvollziehbaren Melodien. Hieran krankt „In die Abgründe“ ein wenig, da den Songs durch ihre Eingängigkeit ein wenig das Popsong-Phänomen zum Verhängnis wird: man hört sich schnell rein, durch die Gefälligkeit aber auch relativ schnell satt. Hier haben Bands wie DARK FORTRESS songwriterisch etwas mehr auf der Pfanne, was bei einigen Alben in der Hinterhand allerdings auch nicht verwundert. Da es sich bei „In die Abgründe“ um das Debüt der Jungs handelt, kann man ihnen diesen Umstand aber kaum anlasten, schließlich muss es ja auch noch Spielraum für Steigerungen bleiben. Und die darf man angesichts dieses sonst durchweg guten Debüts ohne Weiteres erwarten!

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31.03.2005

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