Ivanhoe - Blood And Gold

Review

„Ivanhoe“ ist ein Roman von Sir Walter Scott, der 1819 geschrieben wurde und die Geschichte des Kreuzritters Sir Wilfred of Ivanhoe im England des 12. Jahrhunderts erzählt. Vielleicht wäre das Lesen im Vergleich zum Hören von IVANHOEs „Blood And Gold“ die bessere Zeitinvestition gewesen. Der Progressive Metal der Baden-Württemberger, aktiv seit 1986, ist dramaturgisch zu unauffällig, um gut zu unterhalten. In Anbetracht der eher mageren Spielzeit umso fataler. „Blood And Gold“ hätte ein knackiges achtes Album sein können, das sofort abholt, mitreißt und staunend zurücklässt. Der Konjunktiv verrät es schon: Zwar sind die Lieder, verglichen mit dem Vorgänger „7 Days“ (2015), der rund 20 Minuten länger ist, eingängiger und kompakter, es fehlen aber die wichtigen Komponenten wie Spannung, Highlights, Kreativität und Hooklines.

Haben IVANHOE mit „Blood And Gold“ ausgedient?

Die Gitarren sind weiter in den Vordergrund gerückt, heißt es. Mag sein, doch schon der Opener „Midnight Bite“ zeigt, dass das völlig egal ist, wenn Riffs und Leads von der Stange kommen. Dazu gesellt sich ein Gesang, der in den besten Momenten an Bruce Dickinson erinnert. Weil das auch die Intonation betrifft, geht die Rechnung aber nicht auf – klingt phasenweise wie bereits gehört. Ein Problem, das sich früh zeigt und als ein grundlegendes von „Blood And Gold“ entpuppt. Es scheint, als hätten IVANHOE den Fokus von Progressive auf Heavy Metal gerichtet, dabei aber vergessen, ein paar überdurchschnittliche Ideen einzubauen. Dazwischen liegen sogar richtig poppige Ausflüge.

Nicht mal mehr durchschnittlich

In der Kurzballade „Fe Infinita“ liefert Gastsängerin Yvonne Luithlen die Lead-Vocals und bei „Shadow Play“ wurde der instrumentale Spielraum per Saxofon erweitert. Die Halbballade „If I Never Sing Another Song“ lädt leider ein, den Titel wörtlich zu nehmen – klingt, als hätte man die Nummer aus dem Mülleimer einer Musical-Produktion gekratzt. Klar kommen auch Parts, die aufhorchen lassen; Teile von „Broken Mirror“ und das hintere Drittel von „Blood And Gold“ beispielsweise, wobei selbiger Song wiederum durch uninspiriertes Riffing auffällt. Apropos uninspiriert: Der Anfang von „Martyrium“ … oder von „Solace“ … lassen wir das, bevor sich auch der Inhalt des Reviews wiederholt.

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03.04.2020

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