Kraanium - Chronicles Of Perversion

Review

Noch beim letzten Album “Post Mortal Coital Fixation“ war es das letzte Staubsauger-Modell der norwegischen Marke KRAANIUM. Die Jungs hatten also die ideale Schnittmenge zwischen Slam-Death-Metal, Gore und Humor gefunden, waren diese Schiene konsequent gefahren und hatten letztlich ein sauberes, spaßiges Komplettwerk geliefert. Mit “Chronicles Of Perversion“ ist das Quintett nun mit neuem Gitarrist Jason Varlamos (u.a. NECROSIS) und Bassist Brad Wroe am Start – und in der Tat die Aura um die nordischen Schlächter hat sich ein wenig gewandelt. Mit ihrem vierten Album wirkt die Truppe merklich erwachsener, kompletter und auch musikalisch griffiger, obgleich Letzteres schon auf der letzten Platte einen durchweg guten Eindruck hinterlassen hatte.

Dennoch kommt die wuchtige Brutalitätskeule, mit der KRAANIUM auf exzentrische Art und Weise um sich schleudern, auf der neuen Scheiblette noch besser zur Geltung als noch auf den Vorgängern, alleine da “Chronicles Of Perversion“ viel schwärzer und kompromissloser zu Werke geht. Musikalisch haben dazu die beinahe tanzbaren Passagen im Prozentsatz etwas abgenommen, weshalb es bei der Kombo aus Oslo nachfolgend auch öfter mal richtig auf die Zwölf. Unter einem Gitarrensound, der verdächtig nach altem Motor klingt, tritt man nun auch gerne mal auf das Gaspedal, bevor man anschließend wieder in bewährte Muster verfällt.

Natürlich können KRAANIUM auch weiterhin richtig heavy und damit mächtige Schläge in die Magengrube versetzen (z.B. “Destined For Surgical Defilement“). Da entwickeln sich die Riffs zu zerstörerischen Organreißern, woraufhin die Zwillingsbrüder Funderud am Mikro alles übrig Gebliebene schlicht aufsaugen. Diese hohe Wirksamkeit, mit welcher die Brutal-Deather über die komplette Albumspielzeit hinweg agieren, machen “Chronicles Of Perversion“ zu einer starken Platte mit dem genrebezogen richtigen Grad an Abwechslung. Das Image als Over-The-Top-Metzgertrupp, den man zweifellos mit einem zwinkernden Auge nehmen muss, scheint hiermit einige Kilometer zurückzubleiben, denn das neue Album kommt nicht mit der Gummikeule.

10.09.2015

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