Lantlos - Nowhere in Between Forever

Review

Galerie mit 20 Bildern: Lantlôs - Alcest, Lantlôs Tour 2015

Fünf Jahre nach „Wildhund“ veröffentlichen LANTLOS ihr sechstes Studioalbum „Nowhere In Between Forever“. Wer den Vorgänger kennt, wird vom neuen Album nicht überrascht sein. Die vielleicht unerwartete, aber konsequente Entwicklung, die im Post-Black begann und mittlerweile im elektronischen Indie-Rock angekommen ist, geht in ihre nächste Runde. Auch der nostalgische Charakter, der auf „Wildhund“ mitgeschwingt, wird auf „Nowhere In Between Forever“ konsolidiert. Das bedeutet natürlich auch, dass die damals erwähnte Massentauglichkeit sich noch verstärkt hat.

„Nowhere In Between Forever“ – gute Laune um jeden Preis

Der Opener „Daisies“ versprüht noch Post-Rock-Flair, bevor 90er/2000er Alternative- und Indie-Rock Einzug halten. Der Nostalgie-Faktor ist bereits hier hoch und verstärkt sich im Laufe des Albums kontinuierlich. Die Mittvierziger-Crowd in Chucks und Vans sollte also die Ohren spitzen. „Cherries“ und „Oxygen“ fügen sich gut ins Bild und zeigen sich tight, energetisch und tanzbar. In Sachen Songwriting und Handwerk zeigen LANTLOS wenig überraschend Gespür und Können. Über allem liegt eine fast schon übertrieben positive, zuckersüße Stimmung. Die Textzeile „death by sweetness“ aus dem bald folgenden Song „Jeanet“ beschreibt dies sehr treffend.

Letzteres Stück läutet eine Wende im Album hin zu noch mehr Elektro ein. Genauer findet sich hier der Drum’n’Bass der Ära, der LANTLOS hier so unverhohlen huldigen. In unterschiedlichem Maße legen auch weitere Stücke den Fokus auf elektronische Musik. Das ein oder andere Element – beispielsweise die Effekte auf den Vocals und der penetrante Drumcomputer-Sound – fallen nicht unbedingt positiv auf. Der Spaßfaktor ist jedoch jederzeit hoch.

Quo vadis, LANTLOS?

Ebendieser Spaßfaktor scheint das zentrale Ziel zu sein, das LANTLOS verfolgen. Gute-Laune-Musik um jeden Preis. Der Preis wird hier in emotionaler Vielfalt und inhaltlicher Tiefe bezahlt, die dem Album fehlen. Sogar die Lyrics wirken oft wie Beiwerk, das nur existiert, um die Vocals am Laufen zu halten. In „Solar Death“ wiederholt sich die gleiche leere Phrase ad infinitum. Trotz allem funktioniert „Nowhere In Between Forever“ überraschend gut. Dazu trägt nicht zuletzt die gute Umsetzung bei, die nicht von der Hand zu weisen ist. Das Album ist eingängig, nicht zu lang und funktioniert gut zum Hören nebenbei. Für das aktive Hören ist die Scheibe aber wenig attraktiv, was bei der Band früher anders war. Abschließend bleibt deshalb die Frage „quo vadis, LANTLOS“?

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01.04.2026

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