Le Chant Noir - La Société Satanique des Poètes Morts

Review

Bei dem Bandnamen LE CHANT NOIR und einem Albumtitel wie „La Société Satanique des Poètes Morts“ mag man schnell an eine neue Veröffentlichung einer noch jungen Band aus dem französischen Untergrund denken. Doch da irrt man sich gewaltig. Tatsächlich handelt es sich bei LE CHANT NOIR um ein Projekt der brasilianischen Musiker Lord Kaiaphas (THOKKIAN VORTEX), Marcelo Vasco (MYSTIIS) und Malphas (ebenfalls MYSTIIS). Zusammen widmen sie sich auf ihrem zweiten Album vom Black und Doom inspirierten Dark Metal.

Das ach so dunkle Leid

Doch die Mischung geht nicht so ganz auf. Der Opener „Le Vampire“ beginnt doomig mit starken „Orgel“-Klängen und bricht sich in Black-Metal-artige Klangspektren auf. Aber die heraufbeschworene, düstere Stimmung kommt nicht wirklich in Schwung. Das mag zum einen an der trockenen Produktion liegen. Zum anderen schafft es Frontmann Kaiaphas nur selten, für die nötige Atmosphäre zu sorgen. Erst zum Finale des Stücks kommen gewisse Momente auf, die an CRADLE OF FILTH erinnern.

Das Potential von LE CHANT NOIR

Das bedeutet allerdings nicht, dass es LE CHANT NOIR an Potential mangelt. Das Songwriting an sich wartet mit vielen interessanten Ideen auf. Und hin und wieder gibt es Momente, die einen aufhorchen lassen. So zum Beispiel der Mittelteil von „Prière à Satan“, bei dem die weibliche Gastsängerin für einen gelungenen Höhepunkt sorgt. Doch in vielen Belangen ist es vor allem die künstlerische Umsetzung, die „La Société Satanique des Poètes Morts“ zu einem zweischneidigen Schwert machen.

„La Société Satanique des Poètes Morts“ fischt im Mittelfeld

Dadurch wird das zweite Album von LE CHANT NOIR leider nur zu solidem Mittelmaß, das vereinzelt seine lichten beziehungsweise dunklen Momente hat. Wer sich allerdings sehr gut mit fehlender Perfektion abgeben kann und nach neuem Futter für düstere Heim-Messen sucht, wird bei LE CHANT NOIRs „La Société Satanique des Poètes Morts“ bestimmt einen würdigen Geheimtipp vorfinden. Und wenn das Trio noch weiter an seinen Fähigkeiten feilt, könnte hier auch eine interessante neue Band den Untergrund aufmischen.

22.10.2021

Der metal.de Serviervorschlag

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