Lucifer's Hammer - The Trip

Review

Soundcheck Juni 2021# 5

Die Chilenen LUCIFER’S HAMMER haben ihr zweites Album in den Startlöchern und nehmen uns mit auf „The Trip“. Die exzessiven NWoBHM-Huldigungen der vorherigen Veröffentlichungen hat die Band zu Gunsten einer etwas breiter gefächerten Palette dezent zurückgeschraubt und ihren Sound damit neuen Möglichkeiten geöffnet.

LUCIFER’S HAMMER wandeln auf der dunklen Seite

Wobei „neu“ hier ausdrücklich im Bandkontext zu verstehen ist, denn LUCIFER’S HAMMER wildern auch weiterhin in der Blütezeit des Heavy Metal. Wo man sich auf der EP „Victory Is Mine“ und den Vorgängeralben „Beyond The Omens“ und „Time Is Death“ aber noch vornehmlich und sehr offensichtlich an NWoBHM-Legenden wie ANGEL WITCH, SATAN und natürlich IRON MAIDEN abgearbeitet hat, sind die Schwerpunkte auf „The Trip“ etwas anders gewichtet.

Das gesamte Album umweht eine okkult angehauchte Aura, die durch die angenehm urige Produktion noch verstärkt wird. Stücke wie der Opener „The Oppression“ oder „All Stories Come to an End“ kommen außerdem mit einem latenten MERCYFUL-FATE-Vibe daher. Dieser vereint sich bei „The Forest of Tar Tac“ oder „The Winds of Destiny“ mit den bereits bekannten NWoBHM-Einflüssen zu einem schmackhaften Heavy-Metal-Eintopf nach traditioneller Art. Die Schweden PORTRAIT können hier übrigens ebenfalls ganz gut als Anhaltspunkt für die stilistische Einordnung herhalten, hantieren sie doch mit ähnlichen Zutaten.

„Illusion“ und ganz besonders „I Believe in You“ reisen sogar bis in die 70er zurück und erinnern mit ihrer fluffigen Hard-Rock-Schlagseite etwas an die ersten Alben von GHOST; „Land Of Fire“ klingt im Refrain sogar ein wenig nach den MISFITS, wobei die Horror-Punk-Legenden natürlich nie so ausufernde Soli raushauen würden, wie LUCIFER’S HAMMER das hier tun.

„The Trip“ ist eine klare Steigerung

Ein kleiner Kritikpunkt bleibt nach wie vor der Gesang von Hades. Zwar besitzt der Mann grundsätzlich eine angenehme Stimme, bis auf einige sehr gelungene hohe Schreie findet hier aber nur wenig Variation statt. Das kann auf Albumlänge etwas eintönig wirken und setzt selten Akzente.

Insgesamt wirkt „The Trip“ allerdings viel abwechslungsreicher als die bisherigen Veröffentlichungen der Chilenen. Zwar kommt einem alles irgendwie wohlig vertraut vor, es wird aber nicht mehr zu offensichtlich zwei oder drei bestimmten Bands nachgeeifert, sondern aus vielfältigeren und teilweise überraschenden Quellen Inspiration geschöpft. In jedem Fall eine klare Steigerung.

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03.06.2021

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