Lucifuge - Infernal Power

Review

LUCUFUGE aus Bremen, betreten mit „Infernal Power“ bereits zum vierten Mal das räudige Schlachtfeld von gleichgesinnten Kollegen wie frühen BATHORY, HELLRIPPER und MIDNIGHT. Ähnlich wie bei den erwähnten Kollegen handelt es sich bei LUCIFUGE hauptsächlich um eine Ein-Mann-Band. Der musikalische Schlachtplan ist ebenfalls vom gleichen Prinzip: Mit Vollgas und ohne Rücksicht auf Verluste in den Dreck und dabei alles niedermähen.

LUCIFUGE – Willkommen im Dreck

Mit durchgeschredderten 80er-Riffs auf Höchstgeschwindigkeit stürmt der Titelsong in die Schlacht und macht im rausgerotzten Refrain direkt klar, wofür er steht. Die „Black Battalions“ marschieren zuerst langsam und melodiös auf, bevor sie dann mit brutalen Blastbeats und einem tödlichen Groove voranstürmen. Genau so gnadenlos eingängig und gleichzeitig fies spuckt einem „Heresy Shall Remain“ ins Gesicht. Überhaupt schaffen es LUCIFUGE, Eingängigkeit im NWOBHM-Stil mit schwarzer Garstigkeit paaren. „Black Light Of The Evening Star“ ist ein weiteres gutes Beispiel für diesen gelungenen Spagat. Songs wie das flotte „Good As It Is“ mit seinem melodiösen Gitarrensolo zu Beginn und das epische „Midnight Sun“ belegen dies ebenfalls.

„Infernal Power“ – solider Höllenritt mit kleinen Makeln

Trotz der positiven Erwähnungen, hat „Infernal Power“ auch ein paar Schwächen. Der (sehr wahrscheinlich bewusst) schrammelige Sound passt zwar zum Stil der Musik, nimmt aber leider vor allem in den melodischen und groovenden Parts zu viel Druck aus dem Kessel. Hier hätte es zum Teil ruhig ein wenig voller klingen dürfen, speziell bei den zum Teil etwas dünnen Gitarren, deren gelungene Riffs und Melodien so nicht ihre volle Wirkung entfalten. Klar klangen auch BATHORY speziell auf ihren ersten beiden Alben sehr schrammelig und dünn produziert, aber die Wirkung ist trotzdem noch mal eine andere. Diese Punkte führen dazu, dass das Album hinter seinem eigentlichen Potenzial zurückbleibt und nicht ganz mit den erwähnten Kollegen mithalten kann. Trotzdem ist „Infernal Power“ keine schlechte Platte und Fans von angeschwärztem Thrash/Speed Metal der rumpeligen Art dürften ihre Freude haben.

25.04.2021

Der metal.de Serviervorschlag

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