Mad Max - Here We Are

Review

Selten hat mich ein Release so verwirrt, wie „Here We Are“ von MAD MAX. Zuerst einmal vermisse ich das bekannte weißgezackte Logo. Handelt es sich etwa doch um eine andere Formation desselben Namens? Offenbar nicht, wenn ich mir die Musikerliste anschaue. Der Aufdruck 25th Anniversary Edition ist der nächste Punkt, der mich stutzen lässt. Laut diverser Biographien wurde die Band 1981 gegründet und brachte bereits 1982 ihr Debut heraus. Ergo ist 2008 weder das 25-jährige Band- noch das 25-jährige Release-Jubiläum.Wer kann denn da nicht richtig rechnen? Ich versuche mir auf der bandeigenen Website Infos zu holen, um einen Teil der Verwirrungen aufzuklären und stelle fest, dass diese nicht mehr unter dem früheren Namen existiert. Infos finde ich auf der neuen Seite keine, nur eine extrem laienhafte Aufmachung, die man selbst mit minimalistischen html-Kenntnissen besser hinbekommt.

Nun, schieben wir diese Farce ein wenig zur Seite und wenden wir uns dem eigentlichen Thema zu, der Musik auf „Here We Are“. MAD MAX spielen Hardrock der melodischen Art und legten auch immer Wert auf christliche Lyrics. Großes Aufsehen erregten die Releases – ausgenommen vielleicht die bekannteste und beste Scheibe „Night Of The White Rock“ – nicht. Auch „Here We Are“ wird sich in die Reihe der unbedeutetenden Hardrock-Veröffentlichungen eingliedern, weil die Musik nicht nur irgendwie angestaubt klingt, sondern die Songs auch kompositorisch nichts Aufregendes bringen.

Ob nun halbwegs knackiger Hardrock (selten), melodische AOR-Tracks (hauptsächlich) oder schwülstige Balladen (obligatorisch), es zündet praktisch nichts. Es ist die perfekte Musik zum Nebenbei-Hören, da sie herrlich unaufdringlich ist und in keiner Weise den Hörsinn fordert.
Dabei machen die Musiker ihre Sache nicht einmal schlecht und auch der Gesang ist, wenn auch bisweilen etwas ausdrucksschwach, recht warm und melodisch. Die Schwachpunkte liegen im Songwriting und im total veralteten Soundgerüst, das ich eher in die Spätachtziger stecken würde. Ein passables Retro-Feeling kommt aber wegen der langweiligen Stücke leider nicht auf.

„Here We Are“ ist eine Hardrockscheibe, die selbst Puristen der Spielart nicht unbedingt brauchen.

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06.10.2008

Der metal.de Serviervorschlag

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