Mad Max - Interceptor

Review

Natürlich ist ihr Name dem kultigen australischen Endzeitactionfilm entlehnt, aber die deutschen Hardrock-Haudegen MAD MAX gehen mit ihrem neuen Album noch einen Schritt in diese Richtung weiter: „Interceptor“, so der Name des neuen Werks, waren im Film sogenannte Abfangjäger, bis zur Unkenntlichkeit aufgemotzte Muscle Cars, die in erster Linie kraftvoll und böse wirken sollten. Als Sinnbild für die Musik wäre das natürlich nicht schlecht gewählt, aber dann stellt sich die Frage, was uns die Band mit der verrosteten Karre auf dem Cover mitteilen möchte?!

Die letzte gedankliche Verknüpfung sollte man eigentlich sofort wieder lösen, denn MAD MAX haben mit „Interceptor“ ein Album am Start, das mehr als solide vor sich herrockt. Natürlich steht die Münsteraner Band nach wie vor für gemäßigten Hardrock und legt sehr viel Wert auf Melodien, griffige Hooks und eingängige Refrains, aber das Ganze geht doch ziemlich gut nach vorne ab. Da gibt es mit „Save Me“ einen treibenden Opener, den zum Refrain aufdrehenden Rocker „Godzilla“ oder das flotte „Bring On The Night“. Gut gemacht. Natürlich darf auch eine gefühlvolle Ballade nicht fehlen, die genau zur Mitte des Albums mit „Five Minute Warning“ geliefert wird, aber durch das stampfende AOR-Stück „Rock All Your Life“ und den Proll-Rocker „Streets Of Tokyo“ (für das ex-SCORPIONS-Schlagwerker Herman Rarebell den Text geschrieben hat) flankiert wird.

Vom Songwriting klingt das Ganze bisweilen ziemlich nach den Achtzigern, was man getrost als Zeitlosigkeit auffassen darf, wobei aber die Produktion zeitgemäß ist – transparent und für diese Art von Musik kraftvoll. Hinzu kommt die passende Darbietung der Musiker, angefangen bei Sänger Michael Voss (der ja nebenher bei MICHAEL SCHENKER das Mikro bedient) mit seiner Reibeisenstimme über die eingespielte Rhythmusfraktion bis hin zu den Gitarrenspuren von Jürgen Breforth und Voss, die variabel, aber nicht überladen wirken. Überhaupt nehmen die Gitarren auf „Interceptor“einen nicht zu knappen Raum ein, während Keyboards keine Rolle spielen. Unterm Strich ist „Interceptor“ eine mehr als ordentliche Hardrock-Scheibe mit guten Songs und sauberer Umsetzung. Nächstes mal dürfen MAD MAX also statt einem verrosteten Autowrack gerne einen getunten Ford Falcon aufs Cover packen, ohne sich lächerlich zu machen.

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30.10.2013

- Dreaming in Red -

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