Malignant Altar - Realms Of Exquisite Morbidity

Review

Die Amerikaner MALIGNANT ALTAR begeben sich auf ihrem Debütalbum in die „Realms Of Exquisite Morbidity“ und damit in Gegenden, wo man Bands wie INCANTATION, AUTOPSY und vielleicht auch DEMILICH verorten würde. Der Fünfer spielt also Death Metal, dessen unmelodiöse Riffs und abgrundtiefe Grunzer keine Zuordnung zu irdischen Dingen erlauben. Da verhält es sich ganz so wie auf dem Cover (und mit dem unleserlichen Logo sowieso).

MALIGNANT ALTAR widmen sich unirdischen Dingen

Dass bei MALIGNANT ALTAR immerhin drei Musiker spielen, die bei den Proggern OCEANS OF SLUMBER im Line-Up stehen bzw. standen, ist dabei eine nette Randnotiz. Musikalisch eint die beiden Bands gar nichts, aber spielen können die Jungs durchaus. Das zeigt nicht nur der Drummer, dessen emsiges Tackern auf den Bassdrums einen herrlichen Kontrast zu den teils schwerfälligen Griffbrettverschiebungen ergibt: Das ist dann wahlweise flirrend schnell oder langsam, ganz worauf man den Schwerpunkt legt.

Oder die Amerikaner trümmern sich durch die Gefilde exquisiter Morbidität, dass es eine Wonne ist. Der Opener „Channeling Impure Apparitions“ zaubert mit diesen Zutaten ein Grinsen ins Gesicht des Zuhörers, und bei „Belial Rebirth (Metempsychosis)“ gibt es nicht zuletzt durch rudimentäre Gitarrensoli so etwas wie Spannungsbögen. Ansonsten versuchen die Musiker, mit eher grundlegenden Dingen so etwas wie Nachvollziehbarkeit zu erschaffen: Da ist es gut, wenn der Gitarrist in „Ceremonial Decapitator“ sein Eingangsriff ein paarmal durchexerziert, bevor es zur Sache geht. Weniger nachvollziehbar ist es jedoch, wenn die Truppe später im Song nach kurzer Bedenkpause komplett neu ansetzt.

„Realms Of Exquisite Morbidity“ gleicht der Vertonung von Spinnweben

Aber sei‘s drum: Schließlich gleicht „Realms Of Exquisite Morbidity“ der Vertonung von Spinnweben, und das machen MALIGNANT ALTAR ausnehmend souverän. Und da es in den sechs Tracks immer wieder so etwas wie ansatzweise memorable Momente gibt, legt man die Scheibe zumindest mit einem guten Gefühl wieder auf den Plattenteller.

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18.01.2022

- Dreaming in Red -

Der metal.de Serviervorschlag

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