Manimal - Purgatorio

Review

Das dritte Album der schwedischen Power-Metaller MANIMAL schreibt sich das Fegefeuer auf die Fahnen. „Purgatorio“ umfasst insgesamt neun Tracks, die trotz der dunklen Thematik eine gehörige Portion Lebensfreude ausstrahlen. Der schwedische Sommer hat scheinbar deutliche Spuren in der Musik der Band hinterlassen.

Höllisches Feuer oder Höllenfeuer? – MANIMAL

Viel Zeit lassen sich die Herren nicht, um den Fans die Marschrichtung dieses Albums näherzubringen. „Black Plague“ eröffnet fast schon episch und überzeugt bereits beim ersten Durchlauf. Dennoch hat man das Gefühl, dass man diesen Song irgendwoher bereits kennt. Auch „Purgatorio“ ballert zwar ordentlich aus den Boxen, aber der Wiedererkennungswert will sich einfach nicht einstellen, auch wenn man deutlich die schwedische Schule bei diesen ersten beiden Tracks erkennt. Keine sinnlose Aggression, sondern schnörkelloser Metal, den man auch am Sonntagmorgen genießen kann. Mit „Manimalized“ gelingt MANIMAL dann doch noch der Umschwung und das Erschaffen eigener Trademarks. Der Songverlauf kann durch einige Nebenmelodien einen Spannungsbogen aufbauen und auch die Härte dieses Beitrags passt haargenau.

Noch kantiger wird es mit „Spreading The Dread“, das dank einiger eindrucksvoller Samples Fans von SABATON direkt zum Kauf animieren dürfte. Allerdings schleicht sich auch hier der Gedanke ein, dass man diesen Track schon kennt. Mehr Power und mehr Speed schien das Motto für „Traitor“ gewesen zu sein. Der Falsett-Gesang passt bei diesem Beitrag deutlich besser als bei den Vorgängern. Auch wenn diese Gesangstechnik gern und oft kritisiert wird, ist sie aus dem klassischen Power Metal einfach nicht wegzudenken und hat damit eine Daseinsberechtigung. Kriegsthematik und abrupte Tempiwechsel zeichnen „Behind Enemy Lines“ aus. Kein Highlight, aber auch kein lahmer Track. Einfach guter Metal, der auf den Punkt kommt, leider ohne Überraschungseffekt.

Mit „The Fear Within“ dürften schließlich nur eingefleischte Power-Metal-Fans tatsächlich etwas anfangen können. Der Track schwankt irgendwo zwischen Bedeutungslosigkeit und Säbelrasseln. Vielleicht zündet die Nummer auf der Bühne, da das Riff definitiv ein Brecher ist. Ein wirklich kraftvolles Outro ist „Edge Of Darkness“. Ein Gitarrengewitter empfängt den Zuhörer, ehe Sänger Samuel mit seiner Stimme der dunklen Grundstimmung ein positives Gegengewicht verleiht. Ein wahrhaft starker Auftritt.

Mit dem Teufel im Bunde „Purgatorio“

MANIMAL präsentieren schnörkellosen Power-Metal. Sicher keine ganz neue Erfindung, dennoch hörenswert und für Fans von SABATON und GAMMA RAY dürfte diese Band ein Geheimtipp sein. Leider fehlt den meisten Songs ein eigener Stil oder ein Wiedererkennungswert. „Purgatario“ ist ein kurzweiliges Album, das Spaß macht und mehr braucht man doch nicht, oder?

Review von Fabian Bernhardt

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15.10.2018

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