Mara - Djävulstoner

Review

Das Göteborg ein recht aktive Musikszene hat, ist jedem interessierten Menschen bekannt. Wer als Tourist in Göteborg unterwegs ist, sieht die hübsche City oder ist relaxt am Strand oder Hafen. Kaum jemanden wird es nach Tynnered verschlagen. Die Ecke gehört eher zu den weniger bekannten und hübschen Gegenden der Stadt. Ähnlich wie in dem durch den Fussballer Zlatan Ibrahimovic recht bekannte Rosengård in Malmö, findet man hier diverse Nationalitäten und Sprachen auf engsten Raum. In dieser Umgebung entstand MARA im Jahr 2012, wo die Gründer Dimitrios und Erik zu Hause sind und als eine Antriebsfeder das wenig schöne und einladende Stadtteil thematisieren. “Djävulstoner“ (übersetzt Teufelsstoner) ist neun Jahre später das Debüt des Quartetts.

Djävulstoner – teuflischer Stoner Rock aus Schweden?

Mit Stoner ist auch ein sehr gutes Stichwort gefallen. Der Grundton der Herren liegt im Stoner Rock, welcher mit allerlei Experimenten ergänzt wird. Nach dem Intro kommt “Under A Bleeding Moon“ als ein Mix aus Stoner und Melodic Death Metal daher, Mid-Tempo-Passagen werden eingestreut genauso wie angeschwärzte Gitarren. “Heaven Shall Burn“ ist vom Grundsatz noch Stoner. Die Gitarren werden allerdings recht schnell und aggressiv gespielt, die Songstruktur ähnelt “Under A Bleeding Moon“. Im rockigen “Unconquered Prince“ ändert sich die Tonlage des Gesangs. Die aggressive schreiende Stimme wird mit Klargesang kombiniert, ansonsten bleibt die Band beim Stoner-Grundton mit dem bekannten Mix. Neu im Angebot sind doomige Elemente als Abwechselung.

“Rået“ ist das akustische Interlude zu “Skärseldens Stråkar“. Hier wird von den Instrumenten auf Melo Death mit einer Prise Doom gesetzt. Der zaghafte Klargesang passt dazu allerdings nicht wirklich. “Born To Die“ ist mit mehr als neun Minuten der Langläufer auf dem Langeisen und kommt als Stoner-Death-Doom-Mix aus den Boxen. Eine Ballade gibt es auch auf dem Output und nennt sich “Blessed Shores“. “Djävulstoner“ macht seinem Namen alle Ehre. Rasende Gitarren werden zum Stoner-Rock-Sound gepackt und mit dem aggressiven Vocals garniert. Ein recht wilder Ritt, aber alles andere als uninteressant. “Violence Is My Heir“ bewegt sich mehr in die Stoner-Melo-Death-Ecke mit einem Refrain zur Stärkung der Nackenmuskulatur bevor “Märkliga Musa“ als Outro erklingt.

MARA liefern Gerne-Mix aus Stoner Rock, Melo Death und Doom

Der “Djävulstoner“ von MARA hebt sich von der musikalischen Zusammenstellung deutlich von durchschnittlichen Outputs ab. Hier ist einiges an Kreativität unterwegs. Gerade der Titeltrack kommt als etwas wilder Ritt daher, hat aber auch einiges an Potential. Freunde vom schwedischen Melo Death, welche auch gerne mal über den Tellerrand  schauen, sollten ein Ohr riskieren. Gleiches gilt für Anhänger des klassischen Stoner Rock, welche aber auch gerne mal in skandinavischen Metal eintauchen. Es ist noch nicht alles rund, was auf den Silberling gepresst wurde. Hier wäre vor allem der Klargesang anzumerken, welcher ab und an etwas deplatziert wirkt. Es ist aber ein Debütalbum, welches Appetit auf mehr macht.

16.04.2021

Ein Leben ohne Musik ist möglich, jedoch sinnlos

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