Michael Monroe - Sensory Overdrive

Review

Es mag es durchaus Stimmen geben, die mir widersprechen, dennoch vertrete ich die Meinung, dass kein anderer Musiker die finnische Rockmusik in ihrer Entstehungsphase dermaßen geprägt hat, wie Matti Fagerholm.

Als Michael MONROE gelangte dieser Mann mit HANOI ROCKS (und später auch als Solo-Künstler, sowie mit einigen weiteren Projekten) nämlich schon zu Weltruhm, als die Szene in der Heimat noch eher beschaulich gewesen ist und legte in den frühen 80er Jahren den Grundstein für das heutzutage mehr als nur florierende Geschehen.

Seit mindestens 30 Jahren ist der gute Mann also schon aktiv, hat in seiner Karriere jede Menge an hochwertigen Alben aufgenommen und war zudem als Gastmusiker auf epochalen Werken der Rockmusik wie „Use Your Illusions“ beteiligt. Noch Fragen?

Wohl kaum. Falls doch, darf man sich durchaus auch sein aktuelles Album „Sensory Overdrive“ zur Brust nehmen, um sich von der Klasse dieses Mannes und seiner qualitativ wertvollen und absolut zeitlosen Rockmusik zu überzeugen. Zusammen mit seinen Komparsen Sami Yaffa am Bass – der ja mit Michael einst auch bei HANOI ROCKS aufgeigte -, Schlagzeuger Karl Rockfist, der so illustre Namen DANZIG und STEEL PROPHET in seiner Biographie stehen hat, sowie einem überaus bemerkenswerten Gitarrenduo, bestehend aus Steve Conte (der Jonny Thunders bei NEW YORK DOLLS ersetzen durfte) und dem von THE QUIREBOYS, sowie THE WILDHEARTS bekannten Raubein Ginger, hat der gute Matti ein Album eingerotzt, das unmissverständlich klar macht, dass er es auch nach langen Jahren im Business blendend versteht vorzüglich zu rocken.

Elf Songs haben der Meister und seine Mannen eingespielt, allesamt frisch und zeitlos. Dennoch bleibt zu keiner Sekunde offen, in welchem Dunstkreis man sich bewegt, wem man mitunter die Ehre erweist. Logisch, dass in erster Linie die Handschrift von Michael MONROE „Sensory Overdrive“ prägt und deshalb auch unzählige Erinnerungen an die Blütezeit von HANOI ROCKS geweckt werden. Da ein Saxophon schon vor Jahrzehnten Bestandteil des Sounds dieser finnische Ikone gewesen ist, darf die Verwendung eines solchen hier ebenso wenig wundern, wie die Tatsache, dass mitunter gar alte Helden wie THE ROLLING STONES als Inspiration herauszuhören sind.

Aber auch eine satte Portion rohen, ursprünglichen Punks, ganz in bester britischen Machart und mit Reminiszenzen an THE SEX PISTOLS machen einen nicht unerheblichen Teil dieses Albums aus und lassen Freude aufkommen.

Kurzum: Michael MONROE zelebriert einmal mehr den guten, alten Rock’n’Roll auf seine ureigene, unnachahmliche Weise. Zusammen mit seiner illustren Truppe lässt er es einmal mehr amtlich krachen und das auf kurzweilige, authentische Weise. Jede Nachwuchstruppe darf sich gerne an dieser Ikone orientieren, denn viel mehr ROCK kann ein Album kaum enthalten!

11.03.2011

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