Morian - Sentinels Of The Sun

Review

Nachdem das Demo bereits für einigen Beifall sorgen konnte legen MORIAN mit „Sentinels Of The Sun“ gleich ihr Debütalbum nach und machen hierbei zunächst mal ordentlich Wind.

Das Sextett verpackt seinen hittigen Düsterrock in eine fette Produktion, die sich so manch andere junge Band sicherlich auch für sein Debüt-Scheibchen wünschen würde.
Das hat zur Folgen, dass einen die wuchtige Produktion erstmal umhaut und man ein Weilchen braucht bis man sich nüchtern auf die einzelnen Stücke hinter der beeindruckenden Soundwand einlassen kann.
Die Finnen bieten einfache Rocknummern mit netten Arrangements und einem guten aber nicht unbedingt sehr signifikanten Gesang, der geschickt mit allerhand eingängiger Hooklines, die augenblicklich ins Ohr gehen, kombiniert wurde. Gelegentlich gesellt sich ganz galant eine wohlig weibliche Stimme zum männlichen Hauptgesang und neben düsteren Sprechgesängen gibt es sogar mal kurze Rap-Einlagen. Mal fröhlich aber meistens melancholisch düster schütteln MORIAN einen feurigen Rocksong nach dem anderen raus und achten dabei stets auf eine ausgewogene Mischung aus härteren und bedächtigeren Passagen, sowie auf die nötige Eingängigkeit und stellen dabei sicher, dass die magische Vier-Minuten-Grenze der einzelnen Lieder ja nicht zu oft überschritten wird. Zudem ist die Gitarrenarbeit nicht von schlechten Eltern, die Untermalung mit Keyboards ist ebenfalls gelungen und einen Video-Clip zum chartverdächtigen „Away From The Sun“ gibt es auch bereits.
Klingt also alles schon mal recht professionell und sauber, aber da liegt auch gerade der Knackpunkt. MORIAN ist eine von diesen Bands, die scheinbar alles richtig machen wollen und es sich vermutlich zum Ziel gesetzt haben auf Teufel komm raus radiotaugliche Lieder zu schreiben. So jedenfalls klingt „Sentinels Of The Sun“, denn der Großteil der Stücke ist vom Aufbau her hervorsehbar und klingt zudem austauschbar. Nette Musik, die keinem weh tut, die aber auch in keinster Weise auch nur annähernd auffällt und somit kaum nennenswerte Eindrücke hinterlässt. Da hilft dann auch die beste Produktion nicht, und so landet „Sentinels Of The Sun“ in der Schublade „Düster Rock mit Metal-Anleihen und altbekannten Pop-Schemata“. Ob sie sich darin wohl fühlt muss die Band freilich für sich selbst entscheiden.

Fakt ist, dass MORIAN mit ihrem Debütalbum sicherlich eine handwerklich gut gemachte, professionell aufgearbeitete und entsprechend gut präsentierte Musik abgeliefert haben, doch ist es gerade diese Makellosigkeit und vorhersehbare Herangehensweise, die die interessante Note und die nötige Eigenständigkeit vermissen lassen.

17.06.2007

Der metal.de Serviervorschlag

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