Mortician - House By The Cemetary / Mortal Massacre

Review

Über Mortician noch viele Worte zu verlieren wäre Eulen nach Athen getragen. Seit nunmehr 15 Jahren treiben die Sickos mit unverminderter Gewalt ihr Unwesen im Hartwurst Metalbiz und können sich dabei wirklich nicht vorwerfen lassen, sich jemals untreu geworden zu sein, oder an Qualität eingebüßt zu haben. Seit jeher ist das Markenzeichen des florierenden Bestattungsinstituts ultrabrutaler Death-Grind der härtesten Sorte, der einem nebenbei mit jedem Release eine kleine Lektion in Sachen Splatterfilmklassikern bietet. Im Zuge der allgemein um sich greifenden Alter-Wein-in-neuen-Schläuchen-Taktik werden jetzt die ersten beiden Releases (die sauraren Demos einmal ausgenommen) wieder veröffentlicht, namentlich die „House By The Cemetary“ 7″ aus dem Jahre 1995 und „Mortal Massacre“, das erstmals 1991 auf kleinem Vinyl herauskam. Nachdem die beiden Scheiben vor ein paar Jahren schon mal mit zusätzlichen Livetracks wieder veröffentlicht worden sind, zieren den aktuellen Release ganze zwei Bonustracks, die einige Jahre nicht mehr erhältlich waren. Teilweise noch aus der Prä-Drumcomputer-Ära stammend, warten die Röchelklassiker ganz in Mortician Tradition natürlich mit den stilprägenden Horrorintros auf, die mitsamt des Rests der Songs in ein remastertes Soundgewand gesteckt wurden, was für ungeübte Ohren jedoch allenfalls wie ein Tropfen auf den heißen Stein klingt, da es immer noch ordentlich aus den Boxen rumpelt. Die Sinnfrage muss sich bei diesem Release jeder selbst beantworten. Für Fans sicher essentiell, genügen mir jedoch die aktuellen Releases, die sich erstens stilistisch keinen Millimeter von den alten Stücken entfernt haben und am Stück gehört doch eine ganz schöne Halbwertszeit aufweisen.

02.06.2004

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