Mother Of Sin - Absolution

Review

Der Name Eduard Hovinga sollte eingeschworenen Melodic Metallern ein Begriff sein, schließlich war es dieser Niederländer, der auf den ersten drei Alben der Melodic Progressive Power Metaller ELEGY das Mikro bediente. Nach dem 1995er Werk „Lost“ war diese Kooperation allerdings beendet, so dass sich Eduard nach einen neuen Betätigungsfeld umsehen musste und dieses auch binnen kurzer Zeit bei den Dänen PRIME TIME finden konnte.

Zwar war bei dieser Formation nach drei Alben auch wieder (und das nahezu unbemerkt) Schicht im Schacht, doch zumindest „The Unknown“ (1998) und „The Miracle“, das im Jahr 1999 erschienen ist, wusste der zuvor unter anderem von ELEGY bedienten Zielgruppe zu gefallen. Das 2001er Werk „Free The Dream“ ging dagegen leider (zusammen mit dem damaligen Label) unter, auch wenn man qualitativ abermals durchaus hochwertiges Material anzubieten hatte.

Gut zehn Jahre später hat Eduard nun „Absolution“ – das zweite Album seiner aktuellen Formation MOTHER OF SIN – am Start und hofft nun endlich wieder ordentlich Fuß fassen zu können. MOTHER OF SIN bestehen an sich schon seit dem Jahr 2003 und konnten mit „Apathy“ auch bereits ein Album über das italienische Label Steelheart / Adrenaline veröffentlichen, sind bisher aber leider von der Öffentlichkeit eher übergegangen worden.

Zwischenzeitlich – genauer gesagt im Jahr 2006 – war das Unternehmen sogar kurz vor dem Zerfall, doch Eduard und sein langjährigerer Mitstreiter, der ehemalige VENGEANCE-Schlagzeuger Gerry de Graf, haben die „Mutter“ am Leben erhalten und den Glauben daran niemals aufgegeben.

Da Eduard nicht nur ein begnadeter Sänger ist, sondern auch ein talentierter Gitarrist und Komponist, und zudem sowohl mit dem Bass, wie auch mit Keyboards umzugehen versteht, bedurfte es lediglich der Mithilfe eines weiteren Sessionmusikers (Peter Groen), um dieses Album fertig zu stellen.

Klar wird es Vergleiche zu ELEGY geben, allerdings sehe ich den Schwerpunkt an Parallelitäten in erster Linie beim Gesang, denn dieser stellt unter Beweis, dass Eduard nichts von seiner Klasse eingebüßt hat und auch in den Höhenregionen noch immer zu brillieren weiß. Dazu kredenzt uns der Zweier mit Unterstützung ein sehr sattes und abwechslungsreiches musikalisches Menü, das sowohl melodischen Metal in bombastischer Ausführung, aber auch den Progressive Metal in DREAM THEATER-Manier, sowie vereinzelte gen MALNMSTEEN und Konsorten tendierende Zutaten intus hat.

Auffällig und von daher auch eher an PRIME TIME als an ELEGY erinnernd, ist eine zusätzliche Dosis Hardrock in traditionsreicher, melodieverliebter Variante mit 80er-Jahre-Schlagseite, durch die selbst die komplexeren Tracks eine gesunde Portion an Hooks verabreicht bekommen haben und die Nummern dadurch sowohl eingängig, wie auch nachvollziehbar geblieben sind.

„Absolution“ stellt eine überaus kompetent vorgetragene Sammlung von Kompositionen dar, die sowohl die Klasse des Herren Hovinga als Songwriter, wie auch jene als Musiker vernehmen lässt und dass Eduard obendrein noch dazu ein begnadeter Sänger ist, stellt an sich „nur“ das Sahnehäubchen dar.
Feines Teil!

11.11.2010

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