Nightmare - The Dominion Gate

Review

Unentschieden wirkt dieses Album. Durch und durch überzeugt nur das Cover, bei dem man neidisch in Richtung Schallplatten-Markt schielt. Die Musik dagegen krankt am Mangel einer völlig eigenen Note.
Klar ist es fein, wenn der Sänger ein wenig an Dio erinnert. Es ist nett, wenn man entrückte Chöre, Keyboards und Tussi-Unterstützung auffährt. Und okay klingen die Midtempo-Songs. Manchmal wird es auch schnell. Manchmal wird es auch langsam. Manchmal nickt man auch kurz ein. Okay, so eine Respektlosigkeit hat „The Dominion Gate“ nicht unbedingt verdient – ist halt mit typischen Melodic-Hymnen gespickt. Zudem gibt es Gastbeiträge aus den Lagern von After Forever und Pretty Maids. Wenn der Bombast-Kitsch dann bei ’Paranormal Magnitude Part 2’ in den Vordergrund rückt, wird allerdings deutlich, dass solcherlei Aufplusterungen schon wesentlich effektvoller erlebbar waren. Die obligatorische Halbballade („I’m still missing yooouuuuuh…“) und Schulbuchmittel dürften kaum reichen, um noch wirkliches Aufhorchen zu erzeugen. Dabei zeigt ’Temple Of Tears’ gleich zu Beginn, wie es gehen könnte: straighte Riffs, verzerrte Vocals in den Strophen und ein einprägsamer Refrain. Hält man sich vor Augen, dass für das Text-Konzept mit „Bringing Out The Dead“ ein Film herhalten musste, der nun eigentlich überhaupt nichts mit dieser Musik zu tun hat, wird es jedoch schon wieder fragwürdig.
Der Schritt aus den Reihen der Hinterbänkler ist hier nicht gelungen. Zu viele Längen haben sich eingeschlichen, als dass das Album den Aufmerksamkeitspegel konstant hoch halten könnte. So wird man bestenfalls weiterhin vorlieb mit der Rolle des Anheizers für Blind Guardian und Co. nehmen müssen. Da sich die Franzosen 1979 gründeten und inzwischen auch schon wieder mehrere Jahre durch die Szene geistern, befriedigt dieses Ergebnis nicht wirklich. Selbst wenn man nicht angestaubt klingt, ist die Zeit vielleicht einfach abgelaufen? Vorhandenes Potential zu loben, hinterließe bei der Band-Historie jedenfalls einen ziemlich schalen Nachgeschmack.

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07.02.2006

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