Off&Init - Stummer Schrei

Review

Raus aus dem Alltagstrott und rein in das Vergnügen. Man könnte diesen Grundgedanken wohl auf die Band mit dem klingenden Namen OFF&INIT anwenden. Die vier Musiker stammen allesamt aus dem Großraum der Stadt Singen in der Nähe des Bodensees, legen abends die Arbeitskleidung ab, testen kurz den Sound und werfen sich in das musikalische Nachtleben.

Ihre Berufung ist der Rock, der progressiv-alternative Rock, in Verbindung mit einer wohlbemessenen Prise Schwermetall. Ihr jüngster Erguss, welcher auf den Namen „Stummer Schrei“ hört, stellt sich als eine, drei Tracks beinhaltende, selbstproduzierte EP, verpackt in einem beachtlichen Soundgewand dar. OFF&INIT sind nun nicht gänzlich neu in der Musikwelt. Bereits 2001 machten sie sich mit „No Tomorrow“ auf sich aufmerksam. Ein Grund mehr bei „Stummer Schrei“ aufzuhorchen.

Ihr Missionierungsgebiet erstreckt sich von der Schweiz, bis hinauf ins Saarland. Dies entspricht wahrlich nicht dem Titel des ersten Songs („Ende Der Welt“ – Titel inspiriert von UDO LINDENBERG, PUHDYS oder gar MICHELLE?), doch was nicht ist, kann ja noch werden. Prägnant ist die Stimme von Frontmann Michael (auch bei ACOUSTICAL SOUTH), insbesondere in den Momenten, wenn er nicht in ruhigen, Sprechgesang-ähnlichen Gewässern fischt. Weiter oben auf der Tonleiter kommt die Power wesentlich stärker rüber. Haben sie in der Vergangenheit bereits englischsprachige Texte vertont, konzentrieren sie sich hier ausschließlich auf die deutsche Reimlandschaft.

Sowohl beim Titeltrack „Stummer Schrei“, als auch dem dritten Song „Untergehen“ wird demonstriert und zelebriert, welche Einflüsse und Prämissen in der Musik von OFF&INIT verarbeitet wurden. Größter Vorreiter ist wohl TOOL, was sich speziell bei der immer wiederkehrenden, komplexen Gitarrenarbeit äußert. Groovende Riffs und Melodien schießen immer wieder zwischen ruhigere Passagen und lassen sicherlich dem einen oder anderen nicht alternativ angehauchten Rock-Fan mindestens mitwippen. Wenn „Stummer Schrei“ der Vorbote für ein Album sein sollte, dann ist es mit Spannung zu erwarten. Ehrliche rockende Gitarrenmusik mit Hang zum Extravaganten, umrahmt von einer wahrlich einprägsamen Stimme lassen hoffen, dass alles Kommende mindestens so intensiv sein wird, wie ihre Live-Performance.

02.11.2009

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