Pain of Salvation - Linoleum

Review

Es ist schon eine Weile her seit PAIN OF SALVATION was wirklich Herausragendes veröffentlicht haben. Seit dem famosen „Remedy Lane“-Geniestreich schien sich die Band ein bisschen in ihrem Innovationsdrang zu verrennen, wobei ich mir auch nicht sicher bin, ob ich einfach nur zu blöd bin, um Alben wie „Be“ oder „Scarsick“ verstehen bzw. mögen zu können. Doch sollte die nun vorliegende „Linoleum“-EP ein repräsentativer Vorgeschmack auf das für das nächste Jahr angekündigte neue Album „Road Salt“ sein, erwartet uns eine Überraschung und zwar eine positive.

„Linoleum“ enthält insgesamt sechs Tracks, wovon einer eine Coverversion darstellt und ein weiterer Song ein Bonus Track der etwas merkwürdigeren Art abgibt. Doch los geht es mit Überraschung Nummer 1, dem grandiosen Titeltrack. Was haben PAIN OF SALVATION denn in den 70ern verloren? Classic-Rock at its best! Der Track ist ein dampfender Groovehammer mit wuchtigen Drums, dreckigen Gitarren und einem Ohrwurmrefrain, der kaum mehr aus den Gehörgängen will. Einzig der atmosphärische, aber sehr gut eingebundene Mittelteil erinnert an typische PAIN OF SALVATION. Das Teil macht mächtig Spaß und erinnert mich irgendwie an den „Immigrant Song“ von LED ZEPPELIN.

Mit dem nachfolgenden „Mortar Grind“ wird gleich die nächste Granate entsichert, die stilistisch an den Opener anknüpft und zwischen atmosphärischen Parts, wuchtig wummsenden Drums und extrem prägnanten spooky Keyboards mitunter eine der besten Vocalperformances von Maestro Gildenlöw ins Rennen schickt. Gildenlöw zeigt sich als Talent vor dem Herrn und beweist einmal mehr, über welch variables Organ er verfügt. „If You Wait“ verlässt dann das Old-School-Terrain und verlagert das Territorium in ruhigere, nachdenklichere Gefilde. Der Fokus des Tracks liegt dabei eindeutig auf der gefühlvollen Performance von Gildenlöw. Herzstück der EP ist aber dann „Gone“, ein sich ständig steigerndes Stück, das mit Abstand das proggigste der Disk ist. Gildenlöw wirft wunderschöne, sanfte Vocallines in die Runde bevor man in bombastische Prog-Parts driftet und mit einem brachialen, überraschend hereinbrechenden Finale aufwartet.

Der angesprochene Bonus Track besteht dann einzig aus einer zweieinhalb-minütigen Konversation der Band, die sich über Sinn und Unsinn von Bonus Tracks unterhält und dabei auf recht witzige Ergebnisse kommt. Den Abschluss bildet dann das SCORPIONS-Cover „Yellow Raven“, dessen Original ich nicht kenne, in jedem Fall handelt es sich um ein wunderschönes, gefühlvolles Stück, das einmal mehr Daniel Gildenlöw’s Vocals erstrahlen lässt.

Obwohl „Linoleum“ keineswegs eine Rückbesinnung auf alte „Remedy Lane“- bzw. „The Perfect Elemeent“-Tage ist, könnte das kommende Album endlich mal wieder ein richtiges Juwel werden, denn qualitativ sind PAIN OF SALVATION wieder richtig auf Höhe der Zeit und überraschen ohne zu verschrecken. Darf man als Fan der Band nicht verpassen!

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18.11.2009

Der metal.de Serviervorschlag

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