Profundi - The Omega Rising

Review

Jens Rydén hatte NAGLFAR Anfang 2005 verlassen, um sich mehr auf sein Studium zu konzentrieren. Umso überraschender ist es nun, ihn nach recht kurzer Zeit mit dem Album seines neuen Solo-Projektes hören zu können. Wenn man nun denkt, dass er da mal schnell was hingeworfen hat, um nicht in Vergessenheit zu geraten, ist man aber so was von auf dem Holzweg!

Vielleicht ist es ein Fehler, wenn man PROFUNDI mit NAGLFAR vergleicht, aber wenn man sich das Material anhört, dann keimt dieses Verhalten unweigerlich auf. Ich gehe sogar soweit, dass ich der Meinung bin, dass „Pariah“ (das erste Album von NAGLFAR ohne Jens am Mikro) genau so klingen müsste wie „The Omega Rising“. „Pariah“ hatte mich persönlich nämlich seinerzeit überhaupt nicht überzeugen können. Aber NAGLFAR mit Jens ist ein für alle Mal passé und dass er keine Musiker braucht, um arbeiten zu können, kann man hier ja wundervoll hören.

Wenn man sich vor Augen hält, dass er nicht nur das ganze Songwriting, sondern auch die Aufnahmen, den Mix, das Mastering und das Artwork komplett in Eigenregie gemacht hat, dann muss man schon seinen Hut zücken. Schön ist natürlich, dass dann auch noch so ein Kraftbündel an Musik dabei herausgekommen ist. Musikalisch bewegt sich das Ganze im Black/Death-Metal-Lager mit teils sehr schnellen und knüppelnden Passagen, die dann und wann mit ein paar ruhigeren Momenten verbunden werden. Meistens ist der Geschwindigkeitspegel aber enorm hoch. Alleine der Opener „…Of Flesh & Blood“ ist da schon ziemlich richtungsweisend. Manche Details, wie z.B. ein Schuss gehen beim ersten Hören zwar erst unter, aber nach ein paar Durchläufen hat man auch Gehör für so etwas… und da gibt es noch so einige unterschwelligere Melodien und Riffs zu hören. Hier z.B. auch der schleppende Teil im Song „Out Of The Evening Mist“. Hier wird das Tempo doch anfangs sehr gedrosselt und es werden ein paar saugute Breaks eingeworfen. „Silent Hosts Of Decay“ ist dagegen ein Instrumental geworden, welches trotz aller Langsamkeit (oder gerade deswegen?) sehr bedrohlich auf mich wirkt. „Engulfed in Hellfire“ ist durch die staccato-artige Instrumentierung besonders interessant ausgefallen und ist im Vergleich zu den hochkarätigen anderen Songs auch ein bisschen langsamer.

Das Jahr 2007 ist ja noch ziemlich jung, mit „The Omega Rising“ ist die Latte im Bereich Black/Death-Metal aber schon jetzt sehr hochgesetzt worden. Metal wie aus dem Bilderbuch kann man da nur sagen und mir fällt bis jetzt auch kein negativer Kritikpunkt auf. Ich bin gespannt, wie Jens seinen weiteren Weg mit PROFUNDI gehen wird.

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10.01.2007

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4 Kommentare zu Profundi - The Omega Rising

  1. Anonymous sagt:

    Das Album legt die Meßlatte für die in Kürze erscheinende "Harvest" von Naglfar ziemlich hoch…

    "Of Flesh and Blood", "Split-Tongued" (schöne SUMMONING-Melodie im Refrain, leider etwas zu kurz, der Song), "Coffinborn" ("Sheol"-tauglich) und "Engulfed In Hellfire" sind wahre Brecher. Nur die Produktion hätte viel besser sein können, aber man kann nicht alles haben, daher "nur" acht…

    8/10
  2. David sagt:

    Absolute Killer-Scheibe! Besser als "Pariah" und die neue NAGLFAR zusammen! Hoffentlich hat Herr Ryden bald wieder Lust auf Konzerte und sucht sich ein paar Tourmusiker, um diese Schmankerl auch live darzubieten.

    9/10
  3. horowitz sagt:

    Falsche Stilbezeichzung. Eindeutig Melodic Black Metal! Alleine die Gitarren klingen, als würde jemand wie wild ein Musikinstrument aus dem Spieleparadies bearbeiten. 9 Punkte sind auch etwas zu viel, wirklich neu klingt das nicht und atmosphärisch gesehen gibt es auch deutlich interessanteres.

    7/10
  4. Anonymous sagt:

    Jau, das is ne Scheibe nach meinem Geschmack! Retrospektiv gesehen bin ich mit Naglfar als ehemaligem Brötchengeber von Herr Rydén bis jetzt immer noch nicht warm geworden, trotz vielzähligen "Listening-Sessions". Naja, egal zurück zum Thema, die Platte ist echt geil. Furios, majestetisch, symphonisch und auch melodisch. Nach jedem Mal wenn ich die Platte gehört habe, konnte ich sie mir glatt abermals zu Gemüte führen und das weil ich dieser absolut geilen Songs einfach nicht müder werde. Klare Song-Favoriten von mir "Split-Tongued", "Of Flesh And Blood" und "Coffinborn" alleine letztgenannten Song habe ich bei Last.fm schon 15 Mal gehört. Ich bin vollends beigeistert von diesem Stück ur-schwedischer Klangkunst. Ich habe Herrn Rydén auch schon persönlich per E-Mail zu dieser Platte gratuliert, um meine Begeisterung auszudrücken. Naja, lange Rede kurzer Sinn, mein Fazit: Am Liebsten wirde ich ja 10 Punkt geben, aber aus dem Grunde das die Platte vielleicht einen Song zu wenig beinhaltet und weil "Split-Tongued" gut noch 2 min. mehr hätte vertragen können, gebe ich "nur" Punkte. Hugh, ich habe gesprochen!

    9/10