Ray Wilson - Makes Me Think Of Home

Review

Nein, mit „Makes Me Think Of Home“ holt der Herr RAY WILSON die Frau Kostudis nicht wirklich ab. Das Album ist keineswegs schlecht. Und obwohl man ihm eine angenehme Stimme, schöne Arrangements und teils eingängige Melodien zugestehen muss, ist es nicht mehr als „nett“, es plätschert eben durch. Das liegt an der allgemeinen Seichtheit, am Fehlen von Ecken und Kanten, prägnanten Momenten und zu großen Teilen auch der textlichen Phrasendrescherei  (besonders bemerkenswert in „Tenessee Mountain“, „Worship The Sun“, „Amen To That“, „The Spirit“) – insbesondere von einem Muttersprachler erhofft man sich etwas mehr textlichen Tiefgang.

Viele Passagen sind vorhersehbar, Überraschungsmomente Seltenheit – kommen aber vor: so beispielsweise im Track „Home“. Hier kommen Flöte und Saxophon ansprechend zum Einsatz – und es groovt sogar ein bisschen! Insbesondere während der Eingangstakte macht Herr WILSON zur Pianobegleitung stimmlich wahrlich eine gute Figur. Auch die Instrumentalpassagen mit Saxophon-Soli und lauschenswerten Basslinien in „Worship The Sun“ besänftigen die Rezensentin.

Nach dem weitgehend impactfreien Country-Geplänkel in „Tenessee Mountain“ und dem gefühlt schon irgendwo mal gehörten „Calvin and Hobbes“ wird der Höhepunkt der Vorhersehbarkeit mit „The Spirit“ erreicht. Hier wurde nun wirklich einfallsarm gearbeitet: Standard-Country-Western-Theme, Pfeifen, Cowboy und der Ritt in den Sonnenuntergang. Vielleicht ist das auch Satire?

Einen dicken Pluspunkt verdienen allerdings Produktion und Produktivität: Der warme Sound gibt allen Instrumenten und natürlich Herrn WILSON selbst genug Raum, feine Klimpermelodien und Soli, welchen instrumentalen Ursprungs auch immer, kommen ebenso zum Zug wie das satt wummernde Schlagzeug. Und „Makes Me Think Of Home“ ist nach „Song For A Friend“ bereits das zweite Album dieses Jahres. Fleißig, fleißig!

Zugegeben, bei vorhandener Abneigung gegenüber massenkompatibler Sachtbeschallung kommt Herr WILSON einfach nicht gut weg. Damit bleibt „Makes Me Think Of Home“ letztendlich ein Tipp für Anhänger ruhiger Rockmusik, WILSON-Jüngern und Menschen, die für welchen Anlass auch immer eine bessere Hintergrundmusik suchen.

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15.10.2016

Wird schon!

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