Reptilian - Castle Of Yesterday

Review

Hilfe, so etwas kommt echt nicht gut am morgen! Reptilian aus Malmö beweisen eindrucksvoll, dass man in Punkto True-Metal nicht mit dem gewohnten Monopol der Schweden auf metallische Qualität rechen darf. Langweiliger, unspektakulärer und fader Power-Metal der Marke 08/15 mag den Sound der Band annähernd treffend kategorisieren. Die sechshäuptige Combo erblickte erst 1999 das Licht der Welt, und seit dem hat sich auch keine nennenswerte Quintessenz aus dem Schaffen der Burschen ergeben. Der Gesang leiert sich monoton und ausdruckslos durch die zehn Songs, wobei Texte und Musik manches mal recht wenig zueinander passen, denn wenn von Verzweiflung und Schmerz gesungen wird und Gitarren und Keyboards dermaßen billig und lieblich daherdudeln, da weiß man oft nicht, ob man lachen oder weinen soll. Nicht selten bremst so eine virtuose Einlage den Fluss der Songs ganz gewaltig. Anfangs dachte ich noch, man könne die Band stilistisch mit „Virgin Steele für ganz Arme“ beschreiben, aber auch dieser Eindruck drängt sich einem nur an machen Stellen auf, denn gerade der Gesang rangiert doch weit unter den Fähigkeiten eines deFeis. Recht erträglich gestaltet sich der akustische Konsum der Stücke „The Deceiver“, das mit einem einigermaßen schmissigen Refrain daherkommt, das heavy und schnelle „Steel of The Dagger“ und der finale und gleichzeitig beste Track „Masterplan“. Selbst diese relativen Highlights können aber im internationalen Bereich keine Spur bestehen, und in Anbetracht der wohlbekannten Schwemme von „Schwert- und Drachen-Kapellen“ wird halt weiter gesiebt. Übrigens, das Cover finde selbst ich als hartgesottener Fantasy- und Rollenspiel-Fan sehr albern! Wie wäre es mal mit einem Preisausschreiben: „Wer findet die meisten Metal-Klischees auf einem einzigen Cover vereint. Mit Regenbogen, Schlange, Schlössern, Mond und einer fantastischen Landschaft macht Reptilian hier wirklich jedem He-Man-Comic Konkurrenz!

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09.05.2001

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