Rotting Christ - Sanctus Diavolos

Review

Galerie mit 28 Bildern: Rotting Christ - Europa Tour 2019 in Berlin

Rotting Christ ist auch so eine Band, die immer als Kann, aber niemals als Muss von mir angesehen wurde. Wenn man mal einen Song oder auch ganze Scheibe gehört hat, dann war das recht gut und auch live konnten sie mich damals auf der Tristania-Tour überzeugen. Jedoch habe ich sie in anderen Zeiten auch nicht wirklich vermisst und war demnach ein wenig überrumpelt, als das neue und nunmehr schon neunte Album der Griechen in meinem Briefkasten lag. Nach dem ersten Hören ließ sich gleich feststellen, dass einige einprägsame Veränderungen stattgefunden haben. Dabei liegen diese Veränderungen eher im Detail. Vielleicht sind Rotting Christ einen Tick technischer und facettenreicher geworden, als noch zu Anfangszeiten. Besonders aber konnte die Gitarrenarbeit wesentlich reifen und brilliert so mit vielen sehr schönen Passagen, die man auch gerne noch einmal hören möchte.
Ich denke auch, dass sie auf „Sanctus Diavolos“ eine gute Mischung zwischen den ruhigeren Parts und den schnelleren Black-Metal-Momenten gefunden haben. Gerade letztere sind da doch stärker vorhanden und lösen die manchmal sehr langwierigen und langsameren Stücke ab. Das kommt der gesamten Atmosphäre sehr zu gute, denn alles wirkt frischer und wie schon gesagt ausgereifter.
Da haben sie sich auch einen guten Opener ausgesucht, denn „Visions Of A Blind Order“ hat all die guten Trademarks, die Rotting Christ zu bieten haben. Neben dem recht typischen Gesang, aber auch vor allem die guten und verbesserten Gitarren wecken hier Interesse für mehr. Der zweite Track „Thy Wings Thy Horns Thy Sin“ baut auch gleich eine wundervolle Spannung auf, die durch die Hintergrundchöre entfacht wird. So eine kribbelige Atmosphäre konnten die Griechen immer schon gut aufbauen, was das ganze Album in positiver Weise enorm prägt. Hier z.B. auch das elegische „Sanctimonius“, das wirre „You My Cross“ oder das kämpferische „Shades Of Evil“.
Man wird sehen, ob Rotting Christ hiermit einen weiteren (?) Meilenstein setzen können. Zwar ist das Material sauber gespielt, aber vielleicht ist es mir, trotz der vielen Verbesserungen, zu glatt geworden. Ein paar mehr Ecken und Kanten wären vielleicht besser gewesen. Trotzdem eine interessante Platte, die wohl kein Ladenhüter bleiben wird.

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10.10.2004

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24.06. - 26.06.22Full Force Festival 2022 (Festival)Heaven Shall Burn, The Ghost Inside, Killswitch Engage, Stick To Your Guns, Bleed From Within, Boston Manor, Boysetsfire, Counterparts, Creeper, Emil Bulls, Frog Leap, Imminence, Knocked Loose, Konvent, Mental Cruelty, Neck Deep, Oceans, Raised Fist, Silverstein, Swiss & Die Anderen, The Rumjacks, Venom Prison, Anti-Flag, August Burns Red, Gatecreeper, Get The Shot und Rotting ChristFerropolis, Gräfenhainichen

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