Shark Island - Bloodline

Review

SHARK ISLAND kommen zur Blüte des Glam-Metal wie viele andere Bands auch aus L.A. Genau gesagt sind sie auf dem legendären Sunset Strip beheimatet uns machen dort die Clubs unsicher. Erste Lebenszeichen gibt es bereits Anfang der Achtziger, irgendwie will der Ball aber nicht so recht ins Rollen kommen. Das könnte u.a. daran liegen, dass Fronter und einziges übrig gebliebenes Gründungsmitglied Richard Black immer wieder mit Besetzungswechseln zu kämpfen hatte. So bringen es SHARK ISLAND im Laufe der Jahre auf ganze vier Alben. Qualitativ ist an keinem der Longplayer etwas auszusetzen, und auch die neue Scheibe „Bloodline“ zeigt eine motivierte Band, die ihre Instrumente beherrscht und ein Händchen für eingängigen Hard Rock ohne kitschige Melodien hat.

Klischeefreier Hard Rock

Das zeigt beispielsweise direkt der Opener „Make A Move“. Hier regiert typischer US-Hard-Rock, der mit einer fetten Produktion schön knackig daher kommt. Man hat den warmen Duft des Sunset Strip förmlich in der Nase, wenn man diese Nummer hört. Irgendwie haben es SHARK ISLAND geschafft ihren Sound ins Jahr 2020 zu transportieren, ohne dabei den Charme der frühen Alben vermissen zu lassen. Das folgende „Fire In The House“ atmet dann ganz tief den Geist der Achtziger ein. Der Song hätte damals auch gut auf einigen der großen Alben des US-Hard-Rock stehen können, ohne qualitativ abzufallen. „Policy Of Truth“ groovt im Anschluss ein wenig moderner, kann aber durch einen wunderbaren Refrain punkten. Der Rest des Albums pendelt sich so zwischen den genannten Nuancen ein. Es gibt keinen wirklichen Ausfall zu verzeichnen, was heute schon eine besondere Leistung bei althergebrachten Bands ist, wenn man ehrlich ist. Auf „Bloodline“ funktioniert sogar eine simple Nummer wie „Rocks On The Rocks“ recht gut und passt sich der positiven Grundstimmung des Albums an. Weitere Highlights sind definitiv „Crazy Eights“ und das abschließende „On And On“, die noch einmal weitere verschiedene Facetten von SHARK ISLAND zeigen. Mal knackig hart, mal sanft und zerbrechlich. Das Gebräu auf „Bloodline“ stimmt einfach.

Noch einmal 13 Jahre?

Wenn SHARK ISLAND weiterhin qualitativ so starke Alben veröffentlichen, dürfen sie sich gerne wieder dreizehn Jahre Zeit zwischen zwei Scheiben lassen. „Bloodline“ kann vieles, was anderen Hard-Rock-Acts von damals heute absolut abgeht, sie schreiben immer noch packende Songs, die aber so gar nicht kitschig und klischeehaft daher kommen wollen. Ganz im Gegenteil, SHARK ISLAND haben noch immer Spaß an dem, was sie tun. Das merkt man „Bloodline“ zu jeder Sekunde an, und der Funke springt schon nach wenigen Takten auf den Hörer über. Bin sehr auf den ‚Test-Of-Time‘ gespannt. Für den Moment funktioniert die Platte jedenfalls wunderbar.

07.04.2020

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