Shumaun - Memories & Intuition

Review

Bei SHUMAUN handelt es sich um ein Projekt des ehemaligen IRIS-DIVINE-Fronters Farhad Hossain. Nach dem selbst betitelten Debüt 2015 folgte „One Day Closer To Yesterday“ 2019. Um Hossain scharen sich mit Jose Mora und Tyler Kim zwei weitere Musiker als feste Projektmitglieder. Dazu kommen diverse Gastmusiker: Mark Zonder (FATES WARNING), Leo Margarit (PAIN OF SALVATION) und Thomas Lang (PETER GABRIEL) dürften die bekanntesten Namen sein. Das Ergebnis nennt sich „Memories & Intuition“ und ist ein genreübergreifendes Werk, welches der progressiven Musik zugerechnet wird.

Memories & Intuition wurde mit namhafter Unterstützung produziert

Mit Progressive Metal im Style der bekannten US-Größen und “A Subtle Invocation” wird die Scheibe eröffnet. Eingängiger und rockiger präsentiert sich „Prisoners” und passt in die Schublade Alternative Rock. In die gleiche Richtung tendieren „Memories Of Water” und “Jabriel’s Song”. „Invincible“ eröffnet mit folkloristischen Klängen und die Nummer erhält einen psychedelischen Touch. Nach circa 90 Sekunden wird es rockig progressiv, bleibt aber insgesamt eingängig und vom Refrain rund.

„Under the Sun“ mixt progressive Elemente zum eher rockigen Sound. Der Quervergleich zu PAIN OF SALVATION passt nur teilweise, dazu ist der Refrain zu einfach gestrickt. „The Pursuit Of Happiness” ändert die Tonlage zum instrumentalen Indie-Rock, insgesamt etwas ausufernd und leicht über das Ziel hinausgehend. „Tides“ kommt im leichten PINK-FLOYD-Gewand um die Ecke. Hatten wir schon Hard-Rock-Einflüsse? „Intuition Underground“ mischt einen Alternative-Rock-Refrain mit Hard-Rock- Passagen. Der Refrain fühlt sich in Kombination mit den Gitarrenriffs zahnlos an.

Neun Minuten „Breathing Light“ kehrt den progressiven Ansatz mit allen wünschenswerten Trademarks und einem anständigen Härtegrad hervor. Warum danach mit dem balladesken, im Art Rock verorteten, “A Planetary Shift“ ein Stilbruch folgt, werden nur die Künstler beantworten können. In der Tonlage des Vorgängers geht die Scheibe mit „The Day We Said Goodbye” seinem Ende entgegen.

SHUMAUN mit Licht und Schatten

SHUMAUN  legen mit „Memories & Intuition“ ein technisch ausgezeichnetes Werk auf den Tisch. Bei jeder Note blitzt das Können der Protagonisten hervor. Ob das gesamte Musikpaket auf „Memories & Intuition“ der potenziellen Kundschaft munden wird, steht auf einem anderen Blatt Papier. Die progressive Hörerschaft wird sich an Nummern wie „Breathing Light“ oder “A Subtle Invocation” erfreuen. Die Alternative-Rock-Fraktion dürfte bei „Memories Of Water” oder “Jabriel’s Song” jubilieren. Die Art-Rock-Nummern sind gewöhnungsbedürftig, allen voran der Übergang von „Breathing Light“ zu “A Planetary Shift“. Menschen, welche sich in genreübergreifender Musik zwischen Progressive Metal, Alternative Rock und Art Rock wohl fühlen, sollten dem Longplayer von SHUMAUN ihre Aufmerksamkeit schenken.

04.09.2021

Ein Leben ohne Musik ist möglich, jedoch sinnlos

Der metal.de Serviervorschlag

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