1
Soundcheck Juli 2026# 4
Galerie mit 22 Bildern: Sinner - The Santa Muerte Release Shows 2019 in Mannheim


Wenn gute Geschichten enden, bleibt meist ein Gefühl der Leere. Um dieses zu füllen, braucht es entweder eine gute neue Geschichte oder genügend Nachhall der Abgeschlossenen. SINNER schließen nominell ihre Geschichte mit dem neuen Album “Boom Bang Goodbye“. Doch wird der Nachhall ausreichen?
Mat Sinner zieht alle Register
Was 1980 mit der Bandgründung durch Mastermind Mat Sinner begann, entwickelte sich schnell zu einer Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht. Und wie kann man eine Erfolgsgeschichte besser beenden als mit einem großen Knall? Einen solchen stellt “Boom Bang Goodbye“ tatsächlich dar. Beginnend mit “Dreams Can Come True“ ist der Zuhörer direkt drin in einem Reigen aus fetten Riffs und melodischen Hooks am laufenden Band. Nebenbei wird auch noch ordentlich die Achtziger-Nostalgie ausgepackt, was im aktuellen Video zu “All Night Long“ wunderbar zur Geltung kommt. Überhaupt strotzt “Boom Bang Goodbye“ nur so vor Ohrwurmkandidaten und geht dazu noch mächtig in Nacken und Füße.
Dabei haben SINNER auch nicht an hochkarätigen Gastmusikern gespart. Instrumental geben sich Gitarrist Alex Scholpp (FARMER BOYS, TARJA), Drummer Moritz Müller (THE INTERSPHERE), Keyboarderin Lisa Müller (ROCK MEETS CLASSIC, HARTMANN), Gitarrist Jim Müller (KISSIN‘ DYNAMITE) sowie Gitarrist Matthias Dieth (ex SINNER, ex U.D.O.) die Ehre. Gesanglich wird Mat Sinner unterstützt von Renan Zonta (ELECTRIC MOB), Michael Bormann (MICHAEL BORMANN’S JADED HARD), Ronnie Romero (RAINBOW), Björn Strid (SOILWORK), Erik Mårtensson (ECLIPSE), Michael Sadler (SAGA), Sascha Krebs (THE QUEEN KINGS) und Magnus Karlsson (PRIMAL FEAR).
“Boom Bang Goodbye“ – bis zum nächsten Mal?
“Boom Bang Goodbye“ das, wie schon der Titel sagt, ein Abschiedsalbum sein soll, erlaubt sich wenig Schwächen. Man könnte natürlich kritisieren, dass SINNER nichts Neues erfinden. Das müssen sie aber auch nicht, denn das, was sie tun, tun sie hervorragend. Fast jeder Song ist ein Treffer, und selbst Titel, die nicht direkt zünden, sind nicht nur pures Füllmaterial. Kaum zu glauben, dass hier ein Ende eingeläutet wird, eher klingt alles nach Neustart. Aber bekanntlich soll man ja aufhören, wenn es am schönsten ist. Fans und allen, die es werden wollen, sei dieses Album wärmstens ans Herz gelegt – Dauerschleife garantiert!

Sonja Schörg



























Kommentare
Sag Deine Meinung!