Stormhammer - Signs Of Revolution

Review

Lange, lange ist es her, dass ich zum letzten Mal etwas von STORMHAMMER gehört habe. Genauer gesagt, seit deren ersten Album “FireBall“. Das Album hat mir zwar sehr gut gefallen, jedoch habe ich die Jungs danach irgendwie aus den Augen verloren und sie eigentlich schon in den ewigen Jagdgründen gewähnt. Nun liegt mit “Signs Of Revolution“ plötzlich ein neues Album vor.

Da die beiden Nachfolger “Cold Desert Moon“ und “Lord Of Darkness“ (warum auch immer) völlig an mir vorbei gegangen sind, stelle ich mir natürlich die Frage, ob das neue Album ähnliche Qualitäten und starke Songs enthält wie das Debütalbum. Nun zunächst sei einmal gesagt, dass die Band auch fünf Jahre nach ihrem letzten Release dem ihr eigenen Stil, sprich, traditionellem Heavy-Metal teutonischer Prägung, treu geblieben ist und Fans der Band somit eigentlich nicht enttäuscht sein dürften vom neuen Opus der Deutschen. Warum mir das Album dennoch nicht im Ganzen zusagt, will ich im Folgenden gerne erklären.

Musikalisch ist auf “Signs Of Revolution“ weitestgehend alles im grünen Bereich. Die Songs sind abwechslungsreich gehalten und besitzen alle Trademarks die zu der Musik von STORMHAMMER gehören. Man hört den Jungs die jahrelange Erfahrung an, was sich natürlich auch auf das Songwriting und die Arrangements niederschlägt. Selbige haben zwar keine wirklichen Überraschungen zu bieten, sind aber gut durchdacht und werden auch so dargebracht. Gleiches gilt auch für die schon immer eingesetzten Keyboards, die sehr gut zur Geltung kommen, da sie präsent sind und die Songs sinnvoll ergänzen ohne sie gleichzeitig zu verweichlichen. So weit, so gut.

Denn eigentlich heißen die beiden Zauberwörter zu “Signs Of Revolution“ souverän und nett. Souveräne Kompositionen hat die Band, wie oben erwähnt, anzubieten. Was der Platte aber fehlt, sind die fetten Riffs, die einen hier und da aufhorchen lassen. Daher sind die Songs auf “Signs Of Revolution“ nicht herausragend, sondern eher nett anzuhören. Das gleiche Problem tritt bei den Melodien der Gesänge auf. Souverän, wie man es erwarten kann, arrangiert und interpretiert, keine Frage (bestes Beispiel “Ride On A Razorblade“). Was STORMHAMMER hier aber bei einigen Songs als Refrain anbieten, reicht bei manch anderer Band höchstens zu einer erweiterten Bridge. Da haben die Jungs früher erheblich bessere Kaliber auf CD gepresst. Hinzu kommen leider auch noch Totalausfälle, wie das völlig uninspirierte und lustlos an einem vorbeischippernde “Sham World“ oder “Permanent Menace“, die auch nicht gerade dazu beitragen einen positiven Endruck von der Platte zu bekommen.

Glücklicherweise stehen dem Songs entgegen, die an die Klasse der alten Kompositionen und deren Stärke heranreichen. “Pied Piper“ ist beispielsweise so ein Track. Hier stimmt alles. Von den harten, schön riffenden Gitarren bis hin zum wunderbaren Refrain zeigt der Track eindrucksvoll, zu was die Band eigentlich wirklich fähig ist. Gleiches gilt für das ebenso starke, wenngleich auch anders gelagerte “Kiss At The Abyss“. Die restlichen Songs pendeln sich irgendwo zwischen diesen Extremen ein.

Es bleibt also eine recht zwiespältige Platte, die eigentlich ein starkes Comeback hätte werden können. Da sich die Songs kompositorisch aber nicht alle auf demselben Niveau bewegen, kann man hier keine Höchstnote geben. Eine nette, souveräne Scheibe. Mehr nicht. Wer reinhören will, tut dies am besten bei “Pied Piper“ und “Kiss At The Abyss“. Schade.

15.05.2009

Der metal.de Serviervorschlag

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