Suzi Quatro - The Devil In Me

Review

„Das beste Album meiner Karriere“

Als eine der erfolgreichsten Rockmusikerinnen der 70er Jahren ist SUZI QUATRO eine wahre Ikone. 48 Jahre nach der Veröffentlichung ihres Debütalbums folgt nun ihr dreizehntes Studioalbum „The Devil in Me“, welches sie selbst als „das beste Album meiner Karriere“ betitelt.

Grund für die Kreativexplosion des vergangenen Jahres sei auf der einen Seite der Pandemie geschuldete Lockdown und auf der anderen Seite die erneute Zusammenarbeit mit ihrem Sohn Richard Tuckey: „Wir sollten die freie Zeit nutzen, um neue Songs zu schreiben und uns von dem inspirieren lassen, was sich in der Welt derzeit abspielt“, sagte die Sängerin Anfang 2020 zu ihrem Sohn. Dass die Pandemie auch gute Sachen mit sich bringt, beweist SUZI QUATRO mit „The Devil in Me“.

„The fire is burning in her soul!“

Das Album bringt das gesamte musikalische Spektrum der Musikerin zum Vorschein und so hat jeder einzelne Song sein besonderes Highlight. Los geht es mit dem Titeltrack „The Devil in Me“. Hier erfolgt ein grooviger Einstieg, welchen SUZI QUATRO mit ihrer rauchigen und markanten Stimme untermalt. Der Song bleibt sofort im Kopf und das einsetzende Piano im Refrain sorgt für Tanzstimmung.

Die darauffolgenden Tracks „Hey Queenie“ und „Betty Who?“ gliedern sich gut in den Anfang des Albums ein und die funkigen Gitarrenmelodien tragen den Gesang perfekt, ohne ihm dabei die Show zu stehlen. „The fire is burning in her soul!“, ist wohl einer der authentischsten Texte des gesamten Albums, denn die Energie und Leidenschaft der Musikerin ist kaum zu überhören.

SUZI QUATRO verbreitet Weihnachtsstimmung im Frühling

Mit dem Song „My Heart and Soul – Long Version“ zeigt SUZI QUATRO eine neue Seite von „The Devil in Me“. Der Song fällt zunächst zwar mit seiner Weihnachtsthematik etwas aus dem Raster, jedoch fügt er sich klanglich sehr gut in den Rest des Albums ein. Die Ballade beginnt mit atmosphärischen Klaviermelodien und durch das Streicherarrangement von Gastmusiker Andy Smith wird eine intime Stimmung erzeugt, die es schafft, Zuhörer*innen selbst im Frühjahr in Weihnachtsstimmung zu versetzen. Auch die einsetzenden Blasinstrumente sorgen für den gewissen Soul- und Gänsehautfaktor.

„The Devil In Me“ – Eine einzigartige Vielfältigkeit

Der nächste Song, „Get Outta Jail“, sorgt mit den zu Beginn männlichen Gastvocals für ein erneutes Kontrastprogramm. Insgesamt sind auf „The Devil in Me“ 14 Gastmusiker*innen vertreten, welche den unglaublich vielfältigen Klang von SUZI QUATRO unterstreichen. Beeindruckend ist auch die Tatsache, dass es eine Vielzahl von verschiedensten Instrumenten auf das Album geschafft haben. Vom atmosphärischen Saxofon bis zum funkigen Keyboard wird den Songs eine einzigartige Vielfältigkeit gegeben, ohne dass sie dabei ihren authentischen Rock’n’Roll-Spirit verlieren.

„I’ve got this isolation blues“

Ein weiterer Song, der beim Hören besonders im Gedächtnis bleibt, ist „Isolation Blues“. Hier spiegelt sich inhaltlich der zeitliche Kontext, in dem „The Devil in Me“ seinen Ursprung fand. „I’ve got this isolation blues“, singt SUZI QUATRO mit melancholischer Note. Auch die eingefügten Sounds eines Livepublikums sorgen für Wehmut und unterstreichen die Sehnsucht nach Konzerten. Beim Hören dieses Tracks projiziert man sich mental in eine Jazzkneipe der 70er Jahre und so bleibt SUZI QUATRO dem Ursprung ihrer musikalischen Karriere treu.

„Oh yeah, we could feel the heat“

Der darauffolgende Song „I Sold My Soul Today“ lässt die gerade entstandene melancholische Stimmung jedoch wieder verpuffen und sorgt mit seinem schnellen Tempo und den eingängigen Gesangsmelodien wieder einmal für gute Laune und Tanzstimmung. Die Stimme von SUZI QUATRO erinnert hier an die Rocksängerin Taylor Momsen, die in ihrer Musik ebenfalls mit einer sehr tiefen und rauchigen Stimme glänzt.

Mit dem letzten Song auf „The Devil in Me“ gibt die Musikerin nochmal alles, was sie kann. „Motor City Riders“ erzählt eine Geschichte von Freiheit und Leidenschaft: „Oh yeah, we could feel the heat.“ Der Track kann als Hommage an den wilden Rock’n’Roll-Spirit der 70er Jahre verstanden werden. Und wer nach diesem Album nicht wenigstens etwas dieser Hitze spürt, der hat wohl nicht richtig zugehört.

Ein Album als Zeitkapsel

SUZI QUATRO hat mit ihrem Statement, dass „The Devil in Me“ das beste Album ihrer Karriere sei, nicht untertrieben. Musikalisch ist es auf höchstem Niveau ganz nach dem Motto „all killer no filler!“. Das Besondere hierbei ist, dass die Rockikone es nicht nur schafft, aktuelle Themen wie die Corona Pandemie zu thematisieren, sondern mit dem Album eine Art Zeitkapsel geschaffen hat, mit der man sich zurück in ein anderes Jahrzehnt versetzt fühlt. Dabei sind die Sounds aber trotzdem modern und sorgen für einen exzellenten Hörgenuss.

Text: Luisa Knauss

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06.04.2021

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