Svart Crown - Wolves Among The Ashes

Review

Soundcheck Januar 2020# 11 Galerie mit 12 Bildern: Svart Crown - At The Gates Of Sethu 2013 European Tour

Die französische Black/Death Metal-Band SVART CROWN legt nach: Das neue Album soll Februar 2020 erscheinen und zeigt die Juns in gewohnt starker musikalischer Abwechslung, gibt sich die Band ja bisher als Bindeglied zwischen Black Metal und prügelndem Death Metal.

SVART CROWN – Vielfältigkeit wird groß geschrieben

Dass man sich bemüht, auf einem Album nicht nur eine Richtung zu bedienen, haben die düsteren Schwermetaller in der Vergangenheit schon bewiesen und das neue Album „Wolves Among The Ashes“ bricht die scheinbar sehr feste Regel keineswegs. Schon mit dem ersten Track nach dem Albumintro, „Thermageddon“, zeigen die Franzosen, dass sie Geschwindigkeit und Härte in der Zwischenzeit keineswegs verlernt haben. Blastbeats und rotzige Riffs lassen sich von cleanem Gesang und Growls, wie man sie sonst von BEHEMOTH kennt, abrunden.

Allgemein wird auf dem Album viel mit Geschwindigkeiten experimentiert, sodass es auf keinen Fall zu Eintönigkeit kommt. Eine gewisse Progressivität lässt sich nach wie vor deutlich bei SVART CROWN feststellen, wenn auch nicht so extrem wie bei vergleichbaren Bands, beispielsweise GOJIRA. Auch die Melodieführungen der Leadgitarren sind zwischenzeitlich so gegenläufig (siehe „Act of Obedience“), dass man schon genau hinhören muss, um sie zu verstehen. Negativ zu bewerten ist dies allerdings keineswegs, spricht es doch sehr für die musikalischen Fähigkeiten der Franzosen.

Darüber hinaus liefern die Songs des neuen Extreme Metal-Albums äußerst unterschiedliche Stimmungen. In „Blessed Be The Fools“ endet ein fast komplett rituell gehaltener Song mit einem simpel gehaltenem Riff und elektronischen Effekten.

„Wolves Among The Ashes“ – Schwarze Krone für die Franzosen

Einmal mehr zeigen SVART CROWN der Welt, dass Black/Death Metal nicht nur ballern, sondern dabei auch musikalisch extrem geschickt arrangiert sein kann, ohne dabei durchgehend in dieselbe Richtung zu gehen. Mit „Living With The Enemy“ zeigen sich SVART CROWN anfangs ungewohnt melodisch, während „At The Altar Of Beauty“ einfach jeden Zweifel daran vernichtet, dass sich die Franzosen in Sachen Härte und Aggressivität hinter anderen Bands verstecken müssen. „Wolves Among The Ashes“ ist musikalisch verspielt und doch erwachsen; ein Biest unter Alben desselben Genres.

Review von Daniel Pressert

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03.02.2020

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Svart Crown auf Tour

25.02.20Gost - European Tour 2020Gost und Svart CrownViper Room, Wien
25.02.20Svart Crown & GosT - European Tour 2020Svart Crown und GosTViper Room, Wien
27.02.20Gost - European Tour 2020Gost und Svart CrownModra Vopice, Prag
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4 Kommentare zu Svart Crown - Wolves Among The Ashes

  1. ClutchNixon sagt:

    So die ganze Platte das Niveau der bislang ausgekoppelten Songs hält, wird das für mich ein frühes Highlight 2020.

    1. redrider sagt:

      Da kommt was…hab die songs mal durchgecheckt…abwechslungsreich,heavy…da kommt was- schon geordert

      1. Watutinki sagt:

        Kann ich nur bestätigen!!!

  2. self1sch sagt:

    Ich kannte die Jungs von Svart Crown vorher nicht, ich bin ich durch dieses Review auf sie gestoßen (danke dafür btw!). Nach ca. einem Dutzend Hördurchgängen kann ich sagen, dass mir definitiv gefällt was ich hier höre.

    Was für mich auf jeden Fall überraschend war, ist die Tatsache, dass hier ziemlich viele clean vocals zum Einsatz kamen, etwas das man in diesem Genre eigentlich nicht wirklich so stark erwartet. Speziell der Song „Down to Nowhere“ hat mit BM/DM gar nichts mehr zu tun und ist im Grunde eine softe Rockballade geworden, mit Geflüster und klarem Gesang.
    Manchen „trven“ Leuten könnte das eventuell etwas zu viel des Guten sein, ich höre gerne Prog-Rock und bin sowas gewohnt lol. Die Vocals sind auf jeden Fall top, an Qualität mangelt es hier sicher nicht.

    Wie schon im Review erwähnt findet man durchaus einige progressive Elemente, aber nie so stark, dass man irgendwie das Gefühl hätte, die Songs wären schwer zugänglich. Ich persönlich liebe das Spiel mit der Geschwindigkeit, immer wieder wird zwischen Knüppelei und langsameren, atmosphärischen Passagen gewechselt. So hat man in jedem Song immer mal wieder eine kurze „Verschnaufpause“, um sich wenig später wieder den Nacken brechen zu können.

    Allgemein kann man sagen, dass Svart Crown definitiv ihren eigen Sound und Style gefunden haben. Zu keiner Zeit hatte ich das Gefühl „Oh das klingt jetzt wie Behemoth“ oder ähnliche Bands. Die Burschen sind selbstbewusst und wissen was für eine Musik sie machen wollen.

    Kleiner Kritikpunkt ist die Länge, mit 40 Minuten ist das Album etwas kurz geraten aber ja, Qualität > Quantität.

    Ich kann es auf jeden Fall nur empfehlen und werde auch mal bei den früheren Alben reinhören!

    9/10