Syrach - A Dark Burial

Review

SYRACH, Bergen, Norwegen. Vor gut anderthalb Jahren hat das Quintett mit „Days Of Wrath“ ein gutes Debütalbum veröffentlicht, mit dem es seine eigene kleine Nische im Doom-Metal-Genre besetzen konnte. Wobei, ihr eigentliches Debütalbum datiert zurück ins Jahr 1997, doch zwischenzeitlich hatte sich nur noch vereinzelt etwas geregt im Camp der Norweger. Und Doom Metal?

Der Opener „Curse The Souls“ klingt eher wie ein Wettrennen zwischen einem knatternden Motorrad und einer mächtigen Feuerwalze als Vorbote eines glühenden Lavastroms – ein Wettrennen, bei dem die Massen flüssigen Gesteins das Motorrad schließlich erfassen… In „The River’s Rage“ befindet sich der Hörer plötzlich inmitten eines dunklen Stroms und treibt vom Ufer fort. Das Wasser wird immer aufgewühlter, ein Strudel zieht ihn nach unten, und er bekommt keine Luft mehr. Kurz spürt er den Grund, wird aber nach einiger Zeit wieder an die Wasseroberfläche gedrückt. Ihm schwinden die Sinne und wird schwarz vor Augen…

SYRACH lassen sich nicht auf eine Richtung reduzieren, auch wenn Sänger Kenneth „Ripper“ Olsen zumeist bedrohlich growlt – vielleicht etwas eindimensional. Die Band schafft es aber, mit relativ einfachen Mitteln ein Maximum an Wirkung zu erzielen: Die beiden Gitarristen blasen die Riffs nicht übermäßig auf, sondern belassen sie in ihrer Schlichtheit. Hinzu kommt der erfreulich natürliche Sound auf „A Dark Burial“, der gleichwohl wuchtig wie erdig ist – und nicht mit Keyboardbombast zugekleistert wurde.

Der Titeltrack wiederum ist mit seinen gezupften Gitarren, seinen Lavariffs und den gequälten Vocals wohl am ehesten das, was sich gemeinhin Doom Metal nennt. Hingegen driftet der finale Track „Ouroboros“ mit seinen merkwürdig verzerrten, fernen Vocals in psychedelische Regionen ab, die nicht mehr nur mit dem bloßen Verstand zu ermessen sind. …Wie in einem Fiebertraum erscheinen immer neue, zusammenhanglose Szenen vor dem geistigen Auge des Hörers, immer schneller, die Zeit scheint sich zu überschlagen – und dann offenbart sich die Botschaft hinter diesen Trugbildern, die Botschaft, die sich in unendlicher Langsamkeit über diese aufflackernden Bilder legt…

Auch wenn es der Albumtitel nahelegt, sind Düsternis und Trauer gerade nicht die hervorstechendsten Merkmale von „A Dark Burial“. Vielmehr ist es der natürliche Fluss der bisweilen mitreißenden Songs, das kaskadenhafte und riffgewaltige Gitarrenspiel. Zwar mag das Album nicht über die gesamten 46 Minuten ein Meisterwerk geworden sein, aber es hat doch große Momente und einen eigenen Charakter. Fern alles Lieblichen und Sinfonischen.

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17.07.2009

- Dreaming in Red -

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