Syrach - Days Of Wrath

Review

Einen bunten Strauß Lavariffs bescheren uns SYRACH aus Norwegen mit ihrem zweiten Longplayer „Days Of Wrath“. Doom-Metal heißt die Devise und wird auch schon von der Rückseite der Promo-CD verkündet. Klare Sache also? Es geht! SYRACH klingen eher wandelbar als nach dem, was ich so als traditionellen Doom-Metal ansehen würde. Große Teile dieses Album erinneren mich eher an schleppenden Midtempo-Death-Metal. Gerade auch in Verbindung mit den eher etwas höher gegrowlten Vocals werden Erinnerungen an AMON AMARTH beziehungsweise schwedischen Death Metal insgesamt wach gerufen.
Wirklich langsame Parts sind natürlich auch vorhanden, aber in erster Linie regiert hier der Groove. Jedoch wird auch vor doublebasslastigen schnelleren Passagen nicht Halt gemacht.

Ich will hierbei SYRACH gar nicht unbedingt ihr Genre streitig machen,genausowenig will ich Doomjüngern dieses Album madig reden, aber hatte ich durch den alleinigen Aufdruck „Doom-Metal“ etwas andere Erwartungen, als die Musik dann abdeckte. Ich würde eher auch denjenigen, die sonst vielleicht eher im melodischen Death Metal oder traditionelleren Spielarten (soweit keine grundsätzliche Abneigung gegen Growls besteht) zu Hause sind, empfehlen ein Ohr zu riskieren, sofern sie auf Metal stehen, der das Adjektiv „heavy“ auch wirklich verdient.
Denn heavy sind SYRACH auf jeden Fall! Die Art von Metal eben, die aus den Boxen der schwarzen Corvette dröhnen darf, während man durch die postapokalyptische Wüstenlandschaft fährt. Derlei Bilder entstehen vor meinem geistigen Auge auf jeden Fall eher, als dass Schwermut und Melancholie aufkommen.
Auch die Gastauftritte von Silje Wergeland (Sängerin der Gothic-Metal Truppe OCTAVIA SPERATI) in einigen Liedern, die etwas doomiger ausgelegt sind, reißen dieses Gesamtbild nicht herum.

SYRACH weisen auf jeden Fall einige wirklich gute Ideen auf – sie sind ja schließlich schon etwas länger (1993 gegründet)dabei – aber so richtig will der Funke nicht überspringen bei mir. Daran sind sicherlich auch die völlig übertriebenen Gitarrenleads Schuld, aber wohl in erster Linie, dass dem Album während der Spielzeit von über einer Stunde irgendwann einfach die Puste ausgeht. Vielleicht wäre dies ein richtig gutes Album geworden, wenn man einiges an Füllmaterial weggelassen und „Days Of Wrath“ kürzer und knackiger geschrieben hätte. So jedenfalls finden sich zwar gute Ideen und auch durchaus gute Lieder, nur dann irgendwo nicht viel, was dieses Werk wirklich aus der Masse der Veröffentlichungen herausstechen ließe.

Unterm Strich bleibt es ein Album, das sicherlich seine Fans finden wird, mir persönlich aber einfach nicht besonders genug ist, um es mal ganz platt zu sagen. Zwar wird vom Tempo her einiges an Abwechslung geboten,
aber die Teile an sich sind dabei eher unspektakulär gehalten. Wer ein melodisches, Mid- bis Lowtempo-Death-Metal-Album mit eher traditioneller Ausprägung und ohne zu viele Ecken und Kanten sucht, könnte hier trotzdem einen neuen Freund finden. Reinhören beseitigt im Zweifelsfall etwaige Unklarheiten – und das Cover (das ich ebenfalls eher nichtssagend finde) hat, für’s Protokoll, Aaron Stainthorpe von MY DYING BRIDE gemalt.

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16.10.2007

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