Temperance - Melodies Of Green And Blue

Review

Fünf Alben haben die Italiener von TEMPERANCE schon herausgebracht und erst mit der neuen Akustik-EP „Melodies Of Green And Blue“ erscheinen sie auf meinem Radar. Das ist eigentlich ein unverzeihlicher Fehler meinerseits, denn die EP kann so ziemlich alles, was man von einer Akustik-EP erwarten kann. So viel Lob vorab. Dass es in den letzten acht Jahren seit der Bandgründung nicht nur Albumveröffentlichungen bei der Band aus Arona ging, dürfte auf der Hand liegen. So stehen unter anderem Touren mit NIGHTWISH, RHAPSODY (Luca Turilli) und TARJA zu Buche, was die Erwartungshaltung irgendwie wieder höher steigen lässt.

Funktioniert eine Akustik-EP?

Abgesehen davon, eine Akustik-EP? Kann das funktionieren? Einfache Antwort, ja es kann. Neben 2 neuen Stücken („Evelyn“ & „Paint The World“) haben die Italiener noch sechs weitere Stücke aus ihrem jüngsten Werk „Viridian“ in ein akustisches Klanggewand gekleidet und den Songs so ein völlig eigenständiges Gesicht gegeben. Teilweise finde ich die Stücke besser als die Originale, da sie völlig tiefenentspannt und wehen dem Hörer wie eine frische Sommerbrise um die Nase. „Melodies Of Green And Blue“ macht einfach Spaß und zaubert dem Hörer eine Lächeln ins Gesicht. Dabei macht es keinen Unterschied, ob man den beiden neuen Stücken lauscht oder den Klassikern der Band. Der Flamenco-Einschlag bei „My Demons Can’t Sleep“ beispielsweise gibt der Nummer einen völlig neuen Charakter. Auch die Art und Weise, wie der Gesang neu aufgeteilt wurde, gefällt mir sehr gut. Alessia Scolletti bekommt hier mehr Raum zugestanden, was den Song zusätzlich aufwertet. „Start Another Round“ klingt in der Version beinahe schon wie eine Komposition aus der Feder von Arjen Lucassen.

Der Spaß für den Sommer

Highlights des Albums sind ganz klar das neue „Paint The World“, „I Am The Fire“ und eben „My Demons Can’t Sleep“, aber auch die anderen Stücke auf „Melodies Of Green And Blue“ bereiten Freude. Klar, ist das hier gebotene kein Metal, aber es macht doch eindrucksvoll klar, dass, wenn man sich als Band vernünftig mit seinen Kompositionen auseinandersetzt, es möglich ist, etwas völlig neues, Eigenständiges zu erschaffen. Und aus genau dem Grund macht „Meoldies Of Green And Blue“ auch so viel Spaß. Mir persönlich gefallen die Stücke der EP echt besser als die Originale.

09.04.2021

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