Terra Odium - Ne Plus Ultra

Review

Ein neuer Bandname aus Norwegen, welcher sich im progressiven Metal tummelt. Gibt es von derartigen Produktionen nicht bereits mehr als genug? Warum sollte man diesem Output seine Aufmerksamkeit schenken? TERRA ODIUM ist der neue Name und „Ne Plus Ultra“ das Debüt. Aber hier sind keine Newcomer am Werk.

„Ne Plus Ultra“ – SPIRAL ARCHITECT plus Verstärkung

Bei genauer Betrachtung fallen diverse Namen von Musikern auf: TESTAMENT-Bassist Steve Di Giorgio ist auf der Scheibe genauso zu hören wie zwei Mitglieder der inaktiven Progressive-Metal-Band SPIRAL ARCHITECT, welche im Zehnjahresrhythmus ein neues Werk ankündigen, das aber nie erscheint. So bleibt es bisher beim 2000er Release „A Sceptic’s Universe“.

Der Name Jon Phipps dürfte nicht sehr bekannt sein. Ein Blättern im Booklet von „Under The Red Cloud“ von AMORPHIS oder “Reaching Into Infinity“ von DRAGONFORCE zeigt, dass Phipps kein unbeschriebenes Blatt bezüglich Orchestrierung ist.

Norwegen hat neben den bekannten schwarzmetallischen Acts auch eine nicht zu unterschätzende Progressive-Metal-Szene. Namen wie CONCEPTION, COMMUNIC, LEPROUS oder TRIOSPHERE sind international anerkannte Genregrößen. TERRA ODIUM bewegt sich in ähnlichen Gefilden, allerdings ist der Hang in Richtung US-Progessive-Heavy-Metal unverkennbar. „Crawling” eröffnet mit dem Sound den man von Bands wie FATES WARNING, PSYCHOTIC WALTZ, QUEENSRYCHE oder DREAM THEATER kennt, technisch hochwertig arrangiert und dabei nicht zu ausufernd werden. „The Road Not Taken” erhält etwas mehr Orchestrierungen, bleibt insgesamt aber beim Sound des Vorgängers.

Die Filetstücke: „Winter“ und „The Thorn“

„Winter“ nimmt das Tempo runter und es wird atmosphärisch. Die Gitarrenarbeit rückt etwas in den Hintergrund und der Fokus liegt auf dem Gesang. Im weiteren Verlauf mischen sich die Saiteninstrumente immer mehr ein und der Song gewinnt mit jeder Umdrehung an Dynamik. „The Shadow Lung” legt an Härtegrad zu, eine Spur zu viel Bombast in Form von Orchester und Chor nimmt den Saiten etwas die Power.

„The Thorn“ ist das Highlight der Scheibe mit knapp zwölf Minuten und dürfte jedes progressiv-metallische Herz höherschlagen lassen. Es gelingt den Herren ein Spagat zwischen verspielt und ausufernd zu dynamisch und dramaturgisch, so dass sich der Track über die gesamte Laufzeit immer weiter steigert. „It Was Not Death” holt die Lagerfeuergitarre raus. Die Ballade streckt sich etwas zu lang und die Explosion der Nummer erfolgt erst im letzten Viertel. Der Schlusspunkt heißt „The Clouded Morning” und bewegt sich in Richtung der ersten Tracks. Die Saiten erhalten reichlich Spielraum und die Keyboardklänge bleiben dezent im Hintergrund.

TERRA ODIUM sind eine Empfehlung für US-Progressive-Metal Fans  

TERRA ODIUM liefern mit „Ne Plus Ultra“ einen Gerne-Vertreter, welcher neu verpackt sich an den wegweisenden Bands der 80er und 90er des US-Progressive-Metal ausrichtet. Die Kritikpunkte liegen in der etwas zu lang andauernden Ballade und die ein oder anderen Spielerei bezüglich der Orchestrierung, welche die Dynamik ausbremst. So überzeugen nicht alle Tracks in Gänze. Unter dem Strich bleiben Sachen wie „The Thorn“ oder „Winter“ auf der Habenseite und eine Empfehlung für Progressive-Metal-Fans, welche sich bei den amerikanischen Bands gut aufgehoben fühlen.

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16.06.2021

Ein Leben ohne Musik ist möglich, jedoch sinnlos

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