Terrible Silence - Legacy Of Silence

Review

Schreckliche Stille? Nach dem „Genuss“ dieses Albums kommt mir die vollkommene, mich umgebende Ruhe eher wie eine Wohltat vor. Obwohl die Namensliste im Booklet den Anschein einer „richtigen“ Band wahrt, handelt es sich bei TERRIBLE SILENCE im Wesentlichen um eine Ein-Mann-Show von Frontmann Bernie, bei dem alle übrigen Musiker im Grunde nur Gaststatus innehaben. Genau das hört man auf „Legacy Of Silence“ leider nur allzu deutlich heraus. Ein paar nette Ansätze sind da im Riffing und den Melodien zu erkennen, doch es fehlt die Weiterentwicklung zu brauchbaren Songgerüsten, wie sie im Zusammenspiel mit anderen Musikern und über durch diese eingebrachte Alternativmeinungen und Verbesserungsvorschläge erfolgen könnte. Die zehn Stücke bleiben eine wirre Aneinanderreihung spontaner Ideen, deren Qualität zwischen „ganz ordentlich“ und „unterirdisch“ schwankt.

Die Produktion ist – für eine Eigenproduktion wenig verwunderlich – eher schwachbrüstig und dumpf, ohne dabei übermäßig negativ aufzufallen. So ist es tatsächlich der Musik selbst zuzuschreiben, dass mit diesem Album einfach keine Punkte zu holen sind. Musikalisch bewegen sich TERRBILE SILENCE vor allem im Alternative-Rock- und Stoner-Bereich, scheren aber immer wieder in progressive, hardrockige oder sogar leichtmetallische Gefilde aus. Eine klare Linie sucht man genauso vergebens wie wirklich nachhaltig im Ohr haften bleibende Songs. „Legacy Of Silence“ wirkt wie ein typischer Proberaum-Schnellschuss, der massive Überarbeitungen und Verfeinerungen nötig hätte, um überhaupt in den Bereich des hörenswerten vorzudringen. Mit einer solchen Veröffentlichung tun TERRIBLE SILENCE weder sich selbst noch etwaigen potentiellen Fans einen Gefallen. Dass das Instrumental „Garden Of Silence“ dem verstorbenen Quorthon und seinem Projekt BATHORY gewidmet sind, ist zwar prinzipiell sehr sympathisch, ändert aber nichts an der absoluten Belanglosigkeit des Stücks.

Über den aktuellen Status von TERRIBLE SILENCE gibt die MySpace-Seite Rätsel auf. So findet man dort Hinweise auf eine Auflösung der Band, ohne dass dazu eine offizielle Abschiedsbotschaft zu finden wäre. Gleichzeitig wird das neue Album „Legacy Of Silence“ angepriesen, dass aber bereits in den Jahren 2004 und 2005 aufgenommen und auch bereits veröffentlicht wurde. Nun soll „Legacy Of Silence“ wohl der Nachwelt als Hinterlassenschaft präsentiert werden. Und womöglich will sich Bandchef Bernie durch die etwas undurchsichtige Informationslage auch noch eine Art Hintertürchen im Falle eines Überraschungserfolges für „Legacy Of Silence“ offenhalten. Damit ist aber eher nicht zu rechnen. So dürfte, nachdem TERRIBLE SILENCE in Kürze in Vergessenheit geraten sein werden, tatsächlich Stille herrschen. Wunderbare Stille.

01.08.2010

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1 Kommentar zu Terrible Silence - Legacy Of Silence

  1. bernie sagt:

    Hallo Metal.de – danke für das CD Review;
    Terrible Silence sind Stoner Rock? O.K. aber im textlichen Inhalt geht es aber um Odin, den Gott des Donners,der Sommer und Winter Sonnenwende,dem Sonnenrad, dem begräbniss unserer Väter,,,aber nochmals Danke! Hail Quorthon! – see you in Valhall Brother!!!.

    Bernie -Terrible Silence