The Gathering - Original Album Collection

Review

Letztes Jahr feierten THE GATHERING mit zwei ausverkauften Shows ihr 25-jähriges Jubiläum und legten zum Jahreswechsel die 3-CD-Compilation „TG25: Diving Into The Unknown“ nach. Jetzt erscheint bei ihrem alten Plattenlabel Century Media eine 5-CD-Box aus der „Original Album Collection“-Serie mit den Alben zwischen „Madylion“ und „if_then_else“. Wer sich also noch nicht mit dem Werk von THE GATHERING auseinandergesetzt hat, bekommt damit auf einen Schlag die wchtigsten Alben der holländischen Trip-Rocker für die offenkundig noch unvollständige Sammlung – wie bei solchen Boxen üblich in der Basisausstattung mit den CD im jeweils eigenen, einfachen Pappschuber.

Zu „Mandylion“ (1995) muss eigentlich nicht viel gesagt werden: Das Album war für die Band ein Neubeginn mit der damals unbekannten Anneke van Giersbergen, die sich vom Fleck weg ins Herz der Fans sang. Jedenfalls vermisste niemand den damit vollzogenen Wechsel vom Death-Doom der Anfangstage zu vermehrt atmosphärischen Klängen ohne Grunzgesang. Und Songs vom Schlage „Strange Machines“, „Eléanor“ und „Leaves“ sind auch heute noch Gänsehautgaranten. Klassikeralbum, selbst wenn das nicht minder tolle „Adrenaline“ nur als Single erschien und hier nicht enthalten ist. (9/10)

Mit dem 1997 erschienenen „Nighttime Birds“ zogen sich die (damals noch) sechs Musiker mehr als achtbar aus der Affäre – das Album ist ein gelungener Nachfolger, der „Mandylion“ nicht kopiert, aber auch nicht gänzlich neue Saiten anschlägt. Im Vordergrund stehen die neuen Songs, von denen besonders „The May Song“, „Third Chance“ und „Kevin’s Telescope“ herausragen. (8/10)

Dagegen gingen die Meinungen zu „How To Measure A Planet“ (1999) auseinander: Für die einen waren die vermehrt spacigen Soundausflüge eine Offenbarung, für die anderen bedeutete die ziemlich deutliche Abkehr vom Metal eine kleine Enttäuschung. Trotzdem ist das Album in sich stimmig, hat eine Vielzahl toller Songs und ist im Nachhinein gesehen natürlich der Fingerzeig in die Richtung, in die es in der Zukunft weitergehen sollte. Auf dieser Compilation ist übrigens die limitierte Doppel-CD-Ausgabe mit insgesamt 14 Songs vertreten. (8/10)

„if_then_else“ (2001) ist mit seinen teilweise sehr ruppig bratenden Gitarren ein kleiner Schritt zurück, wenngleich die Soundexperimente weiterhin im Vordergrund stehen. Annekes Gesang ist teilweise verschnörkelt, teilweise nonchalant und die Atmosphäre dem Albumcover gleich steriler als auf den Vorgängerscheiben. Zudem haben sich neben den hörenswerten Songs ein paar schwächere Stücke eingeschlichen – insgesamt ist „if_then_else“ aufgrund der starken eigenen Konkurrenz ein Album, das sich sogleich in die zweite Reihe eingliederte. (7/10)

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21.05.2015

- Dreaming in Red -

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