The Limit - Caveman Logic

Review

„Caveman Logic“ ist das Debüt von THE LIMIT, einer international besetzten Band, deren bekanntestes Mitglied PENTAGRAM-Frontmann Bobby Liebling ist. Zu dessen Doom-Metal-Künsten gesellt sich eine kräftige Portion Ostküsten-Punk, was zwei anderen Mitgliedern des Lineups zu verdanken ist.

Hinter THE LIMIT steht eine bunte Truppe

THE LIMIT sind eine Ansammlung von Aussortierten, Beharrlichen und Unwahrscheinlichen. Zum einen ist da eben Bobby Liebling, der Peter Pan des Doom Metals, der niemals weit vom nächsten Absturz entfernt ist. Gitarrist Sonny Vincent war mit den TESTORS damals vorne mit dabei, als in New York City der Punk entstand, konnte mit diesem Einsatz aber nie den Jackpot knacken. Bassist Jimmy Recca war als Teenager mal ein paar Monate bei THE STOOGES, Gitarrist Hugo Conim und Schlagzeuger J. P. Ventura sind bei der portugiesischen Doom-Metal-Band DAWNRIDER beschäftigt.

Sonny Vincent ist mit seiner Gitarre klar tonangebend und verpasst „Caveman Logic“ eine düster-punkige Note, die auch den MISFITS oder obskureren Formationen wie JOHNNY THUNDER’S HEARTBREAKERS gut zu Gesicht gestanden hätte. Eruptiv und lässig haut Vincent Riffs und Soli raus. Seine Songs klingen natürlich und lebhaft, fast schon wie improvisiert. THE LIMIT verfügen damit über ein emotionales Fundament, klingen dadurch bisweilen aber auch etwas unorganisiert und ziellos.

Bobby Lieblings heiserer Gesang passt überraschend gut zum Rest der Musik. Der Sänger schafft es, immer genau die richtige Energie und Stimmung zu transportieren. Zwischen rotzigen Rockern wie „Sir Lancelot“ oder melancholischen Nummern wie „Death Of My Soul“ demonstriert Liebling, dass er auch knapp vor der 70 noch über eine bemerkenswerte Bandbreite verfügt, auch wenn altersbedingt einige Krafteinbußen zu vernehmen sind.

„Caveman Logic“ begnügt sich nicht mit Melancholie

Damit ist Bobby auch das perfekte Aushängeschild für dieses unscheinbare Alterswerk. Um eine Rückschau oder gar einen Abgesang handelt es sich aber bei weitem nicht. „Caveman Logic“ ist der trotzige Einsatz alter Veteranen, die auf das abgeschlagene Pferd ganz hinten setzen, obwohl das Rennen schon im letzten Viertel ist. THE LIMIT haben durchaus noch etwas zur aktuellen Lage zu sagen, wie durch Songs wie „These Days“, „Fleeting Thoughts“ oder „Enough’s Enough“ deutlich wird.

„Caveman Logic“ ist nicht nur etwas für Bobby-Liebling-Sammler, sondern ein Album für all jene, die dem ruppigen Punk der Ostküste etwas abgewinnen können. Der Doom steht bei THE LIMIT eher im Hintergrund, verleiht dem Langspieler aber eine düstere Atmosphäre, die Interesse weckt. Auch wenn nicht jeder Song zündet, sollte ein Probedurchlauf drin sein.

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19.04.2021

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1 Kommentar zu The Limit - Caveman Logic

  1. blackthrash sagt:

    letzte Woche angeschafft und seit dem läuft es rauf und runter. Echt gute „Nebenbeimusik“.

    8/10