The Treatment - Waiting For Good Luck

Review

Eine spezielle Hard-Rock-Behandlung kommt aus der englischen Universitätsstadt Cambridge. Seit 2008 lärmen THE TREATMENT über die Bühnen dieser Welt. Mit „Waiting For Good Luck” werfen sie nun Studiowerk Nummer fünf auf den Markt und veröffentlichen nach „Generation Me“ 2016 und „Power Crazy“ 2019 zum dritten Mal via Frontiers.

„Waiting For Good Luck“ – zeitgenössischer könnte ein Albumtitel kaum sein

Vor fast genau zwei Jahren erschien „Power Crazy“ und auch für THE TREATMENT blieben außer Komponieren und ein neues Album kredenzen wenig musikalische Betätigungsfelder in den vergangenen Monaten. Genretechnisch ist die Truppe im klassischen Hard Rock unterwegs und der seit 2017 am Mikro agierende Tom Rampton ähnelt von seinem Organ diversen Sängern, welche sich in die Richtung des allgemein bekannten australischen Hard-Rock-Exportschlagers orientieren. Der Titel und das Cover des neuen Outputs könnten kaum passender für das aktuelle Zeitgeschehen sein. Irgendwie warten viele Menschen gerade auf viel Glück und überbrücken die Zeit bis dahin mit mehr oder weniger sinnvollen Tätigkeiten, die hoffentlich nicht im Delirium enden.

Zum Einstieg geht es mit dem Rennen der Ratten los, typischer, klassischer Hard Rock mit anständiger Saitenarbeit und Fokus auf Eingängigkeit im Refrain. Der Refrain lässt den Hörer melodisch wissen, dass es aus dem andauernden Rattenrennen kein Entkommen gibt. In dem Takt geht es durch das Album, „Take It Or Leave It“, „Lightning In A Bottle“, „Eyes On You“ oder „No Way Home“ folgen allesamt einem ähnlichen Schema wie „Rat Race“. „Vampress“ und „Hold Fire“ drücken das Gaspedal etwas mehr durch und kommen gradliniger daher, der „Barman“ legt zur Abwechselung einen Bluesrock mit Pianoklängen aufs Parkett. Der falsche Weg bildet den Schlusspunkt und entlässt den Hörer mit dem bekannten Sound, der fast das gesamte Werk über zu vernehmen ist.

Fast kein Entkommen aus dem Rattenrennen von THE TREATMENT

THE TREATMENT sind auf stark frequentierten und ausgetretenen Hard-Rock-Pfaden unterwegs, wo man vieles so oder so ähnlich bereits oft gehört hat. Wenn man „Waiting For Good Luck“ als Vorlage nehmen möchte, dann wartet der Hörer auf das Ende des Rattenrennens. Von der knapp 45minütigen Laufzeit rennen die Ratten der ersten Nummer gefühlt 40 Minuten. Ausflüge in den Bluesrock wie mit dem „Barman“ haben leider Seltenheitswert. Es gibt den ein oder anderen Song mit etwas mehr Speed, aber insgesamt fühlen sich zu viele Tracks gleich oder ähnlich an. So dürfte der Output von THE TREATMENT primär etwas für Genrefans sein, welche neben der letzten AC/DC-Scheibe noch weiteren Stoff der gleichen Machart in ihrer Plattensammlung haben möchten.

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17.04.2021

Ein Leben ohne Musik ist möglich, jedoch sinnlos

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