Therion - Leviathan

Review

Galerie mit 14 Bildern: Therion - Therion Tour 2016

Mit ihrem letzten Album „Beloved Antichrist“ setzten THERION so etwas wie den logischen Höhepunkt ihrer bisherigen Entwicklung. Das Werk, eine imposante, monumentale Rockoper, ein dramatisch opulentes Mammutwerk mit gut drei Stunden Spielzeit, zeigte alle Facetten des symphonischen Metals der Schweden und reizte deren musikalischen Kosmos in aller Detailverliebtheit voll aus. Ob dieses Opus Magnum von THERION nochmals selbst übertroffen werden kann, steht in den Sternen. Mit dem neuen Album „Leviathan“ verfolgten Mastermind Christofer Johnsson und sein Bandkollege Thomas Vikström jedenfalls einen gänzlich anderen Vorsatz.

Symphonien für die Massen

Für das 17 (!) Album gingen THERION einen anderen Weg – sie erschufen ein Album mit bewusst geschriebenen Hitsongs für die Fans. Zu welchen musikalischen Glanzleistungen Christofer Johnsson fähig ist, wissen wir alle seit spätestens „Theli“ (1996) und den darauffolgenden Alben wie „Vovin“ (1998) oder „Secret Of The Runes“ (2001). Diese setzten jeweils Maßstäbe im Symphonic Metal und entwickelten den Sound von THERION beständig weiter. „Leviathan“ tritt aus dieser Linie aus und stellt keine weitere Progression dar, mit welcher man sich auseinandersetzen muss. Die Stücke sind verglichen mit den letzten Werken reduzierter und kompakter gehalten, liegen alle zwischen drei und fünf Minuten Spielzeit, sind bewusst auf Eingängigkeit arrangiert, und dabei dennoch beständig auf recht hohem Niveau. Da hilft natürlich dieses feine Gespür für die einprägsamen kleinen und großen Melodien des guten Herrn Johnsson.

Ein Album voller Hits mit allen bekannten Trademarks von THERION

Schon der Opener von „Leviathan“ namens „The Leaf On The Oak Of Far“ hat vieles von dem, was einen typischen THERION Song auszeichnet: Nach vorne gehendes Riffng, die altbekannten opulenten THERION-Chöre, urtypisch leichte symphonische Melodien, neben Christofer noch eine weibliche Stimme. „Tuonela“ klingt nicht nur vom Titel finnisch, hier sorgt die Stimme von Marko Hietala von NIGHTWISH für etwas finnischen Flair in Kombination und mit wirkungsvollen Harmonien ein feiner Ohrenschmeichler. Der Titelsong kombiniert typisch weiblichen Operngesang mit großem Chor, die Ballade „Die Wellen der Zeit“ spielt mit klassischem Gesang und epischen Melodien auf Richard Wagner an, während in „Aži Dahāka“ exotischen Harmonien gefrönt wird. THERION wollen es mit ihren Hymnen ganz offensichtlich allen (Fans der Band) Recht machen und schaffen das mit ihren eingängigen Melodien und großen Refrains auch. Die berechenbaren Stücke haben quasi alles, was man an den Schweden mag oder auch nicht, wenngleich natürlich nicht ganz so detailverliebt, wenig fordernd und gewaltig. Und Überraschungen oder Neuerungen sucht man natürlich vergebens.

„Leviathan“ – typisch THERION

Alle Songs tragen die typische Handschrift von Christofer Johnsson, sind vollends auf Eingängigkeit getrimmt und dennoch abwechslungsreich sowie stets mit Niveau. THERION bleiben sich stilistisch treu, setzen aber die Weiterentwicklung erst einmal aus. Gut, aber in Zukunft gerne wieder fordernder!

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14.01.2021

Geschäftsführender Redakteur (News-Leitung)

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