Three Days Grace - Human

Review

Nachdem Adam Gontier seinen Posten am Mikro bei THREE DAYS GRACE im Jahr 2013 aus gesundheitlichen Gründen abtreten musste, richten sich nun alle Augen auf den neuen Sänger Matt Walst, welcher mit dem neuen Album „Human“ seinen Einstand bei THREE DAYS GRACE feiert. Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, da ich nicht mit allen Veröffentlichungen der Band vertraut bin und der Vergleich zwischen Gontier und Walst eher in die Hand eines Menschen gehört, welcher einen Großteil der bisherigen THREE DAYS GRACE-Alben kennt, doch eines muss ich loswerden: Meine Fresse, kann der Kerl gut singen.

Die Stimme des neuen Sängers reiht sich optimal in das Soundgefüge der Band ein und begeistert in jeder Situation. Ob es Songs wie der Opener „Human“ sind, in welchen Matt gefühlvoll und kräftig singt, dabei von ausgefeilten Gitarrenriffs begleitet wird, welche zwischen Low-Tempo-Atmosphäreschürern und kraftvollen Refrain-Rhythmiken pendeln oder ob es Songs wie „Landmine“ sind, in denen er die volle Power aus seiner Stimme herausholt und zusammen mit der Instrumentenfraktion ein wahres Feuerwerk vom Zaun bricht – seine Leistung hat mir einige Male die Kinnlade aufs Parkett plumpsen lassen.

Kommen wir zu dem, was mir an „Human“ am besten gefällt: Die großartigen Refrains und die Abwechslung der Stücke. Songs wie „Car Crash“ bringen unzählige grandiose Parts mit sich, die sich sofort in die Hirnwindungen einbrennen und den Hörer nicht mehr loslassen. Nahezu alle Songs kommen mit tollen Refrains daher – diese sind für sich gesehen schon richtig gut, heben sie sich zudem aber auch noch grundlegend von den anderen Stücken ab. Wo in Songs wie „Fallen Angel“ Melancholie und langsame, atmosphärische Riffs den Takt angeben, kommen Songs wie „So What“ mit einer rotzig-frechen Aussage um die Ecke und laden zum Feiern ein. Anspieltipps: „Landmine“, „Car Crash“ und „Painkiller“.

Natürlich ist „Human“ kein Album, welches als „hart“ bezeichnet werden kann. Meiner Großmutter wären die Songs wohl zu heavy, doch im Endeffekt spielen THREE DAYS GRACE radiotauglichen Alternative Rock, welcher die Zügel selten aus der Hand gibt und gemächlich präsentiert wird. Das muss nicht schlecht sein, wie man am Beispiel von „Human“ sieht. Das Album ist durch und durch gelungen und das einzige, was den Spaß etwas trübt, ist die kurze Spielzeit der Platte. Die Musik von THREE DAYS GRACE ist geradezu prädestiniert, ein Album mit einer Spielzeit von einer Dreiviertelstunde aufwärts zu füllen. Dennoch: Hut ab, geile Scheibe!

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02.04.2015

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