Tiamat - Skeleton Skeletron

Review

Galerie mit 24 Bildern: Tiamat - Ruhrpott Metal Meeting 2022

Die Maxi Brighter than the Sun deutete schon an, wohin es Tiamat im Jahre eins vor null zieht: Weg von klanglichen Extravaganzen, die noch auf der Slumber der Musik Leben eingehaucht haben und hin zu langsameren Songs und schleppenden Gitarreneinlagen. Und genauso klingt Skeleton Skeletron dann auch: Man nehme die Slumber, entferne die faszinierenden Klangteppiche, füge ab und an 08/15-Gitarren ein und gebe den Songs mit nervenden female vocals noch den letzten Todesstoß. Insgesamt ragen von den 10 Songs dieser CD unglaubliche vier aus der Masse hervor: „Church of Tiamat“ erinnert stark an A Deeper Kind of Slumber, lebt aber nur durch die in diesem Song zumindest noch außergewöhnlichen Vocals von Johan Edlund. „For Her Pleasure“ weiß durch ein ansprechendes Gitarren-Intro zumindest kurzzeitig zu begeistern und „Sympathy for the Devil“ und „Best friend of mine“ klingen tatsächlich als einzige Songs dieser CD durchgängig gut – allerdings ist ersterer ein Cover der Stones und letzterer eine 1:1-Kopie von bekannteren Nick Cave-Balladen. Was bleibt folglich übrig? Tiamat präsentieren sich 1999 inspirationsloser denn je. Diese CD muß eigentlich schon beim Einspielen gelangweilt haben, aber vielleicht hat ja der Umzug nach Dortmund dafür gesorgt, daß Johan seine Gefühle nicht mehr in musikalischen Landschaften sondern im realen Leben ausleben konnte und benutzt die Musik nur noch als Chill-Out-Element. Sowohl vom songwriterischen Element als auch den Vocals und dem Gesamtgefühl der CD kann Skeleton Skeletron mit keiner bisherigen Tiamat-Veröffentlichung mithalten: Die Musik ist zu seicht um Anhänger der Slumber zu begeistern und zu drucklos und von den Gitarren her belanglos, um Fans der Wildhoney zurückzugewinnen. Wer wie ich die Gesamtentwicklung dieser Band bislang freudig begrüßt hat, der wird sich stirnrunzelnd zurücksinken lassen und fragen, wohin nur all die Inspiration und das musikalische Können verpufft ist, was sich über die letzten Alben hinweg angesammelt hat.

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10.08.1999

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Tiamat auf Tour

24.05. - 25.05.24Graveland Festival 2024 (Festival)Carcass, Tiamat, DOOL, Necrophobic, Tsjuder, Wolves In The Throne Room, Centinex, Gaerea, Darvaza, Mortiferum, In Twilight's Embrace, Teratoma, Xoth, Claustrum, Deathless Void, Overruled, Wake, Helleruin, Witchcult 71 und Mortifero

4 Kommentare zu Tiamat - Skeleton Skeletron

  1. Quarlon sagt:

    Tiamat ist und bleibt spize. Clouds, wildhoney, slumber und jetzet skeletron sind kaum zu topfen. naturlich ist es kein metal mehr. Aber die musik ist nog immer so scheinbar einfach und duster als Clouds. Edlunds vocals are clean aber das fehlt nicht passt sehr gut bei der musik. nummers wie church of tiamt, dust in our face, lucy und sympathy for the devil sind einfach sehr gut.

    9/10
  2. stativision sagt:

    oh, da ist aber einer enttäuscht gewesen. So ganz nachvollziehen kann ich das ja nicht, der opener, dust is our fare, "best friend money can buy" (peinlicher schreibfehler im review, eine kombi aus track 8 und 9, oder sogar beabsichtigt? *g*) und besonders "to have and have not" sind sehr, sehr gut und hätten 10 punkte verdient. warum überall das stonescover gelobt wird, weiss ich nicht, das haben skrew schonmal überzeugender gemacht, leider fällt die CD mit den letzten beiden langeweilern sehr ab. allerdings: die tiamat mit der geringsten halbwertszeit und weit hinter den letzten beiden outputs zurück. am anfang hätte ich noch 9 punkte vergeben, mittlerweile sinds 7.

    7/10
  3. Anonymous sagt:

    naja. durchwachsen. jene momente, wo tiamat noch an "a deeper kind of slumber" erinnern, sind für mich die besten. ansonsten. nicht meins. das rockige ist’s mir nicht so. knappe sieben punkte. weils doch noch um häuser besser ist als judas christ oder prey.

    7/10
  4. Matthias sagt:

    Trotzdem hier Gothic-Pop-Songs geschrieben wurden, ist "Skeleton Skeletron" mein Lieblingsalbum von TIAMAT. Das hier ist das einzige Album, auf dem Mann den ansonsten grauenhaften Gesang ertragen kann und die Songs wenigstens sowas wie Hitpotential haben. 08/15-Musik? Muss auch mal sein! Ich finde die Scheibe super!

    9/10