Toto - Falling In Between Live

Review

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Selbst der geschmacksresistenteste Radio-Nymphomane kennt die Megahits von TOTO in- und auswendig. Doch die Amerikaner auf Smasher wie „Africa“, „Hold The Line“ oder „Rosanna“ zu reduzieren, würde dem deutlich vorhandenen Prog-Charakter der Truppe nicht gerecht werden. TOTO haben es in ihrer 30-jährigen History wie kaum eine andere Band geschafft, seichten Mainstream mit hoher spielerischer Virtuosität zu verknüpfen. 2006 veröffentlichte man mit „Falling In Between“ ein bärenstarkes neues Werk und ging anschließend auf Tour und obwohl die letzte Liveveröffentlichung gerade mal vier Jahre zurückliegt („Live In Amsterdam“), ließ man auch diesmal den Rekorder mitlaufen.

Am 26.März 2007 spielten TOTO im Pariser „Zenith“ auf und offenbarten einmal mehr ihre spielerische Sonderklasse. Verzichten mussten sie dabei allerdings krankheitsbedingt auf Basser Mike Porcaro, der von Rauschebart Leland Sklar ersetzt wurde. Sklar wirkte bereits auf mehr als 2000 Alben mit und arbeitete mit allem zusammen, was in der amerikanischen Rockszene Rang, Namen oder große Busen hat. Ansonsten stand die aktuelle TOTO-Besetzung auf der Bühne, einmal mehr ergänzt von Livegitarrist und Backgroundsänger Tony Spinner. Obwohl Livealben in der Discographie von TOTO keine Seltenheit darstellen, hört man sie sich immer wieder gerne an. Die Jungs um Gitarrist und Sänger Steve Lukather präsentieren ihren zuckersüßen Ohrenschmalz mit Spielfreude und Leidenschaft, sie liefern erstklassiges Easy-Listening, welches sie mit teils ausufernden und durchaus progressiven Arrangements versehen. In Paris zeigte sich die Band von ihrer besten Seite und man merkt gerade bei den großen Bandhits, mit welcher Lockerheit die Grammy-dekorierten Amis auch anno 2007 agieren, denn gerade Songs wie „Rosanna“ und „Africa“ werden in luftigen, Jazz-angehauchten Langversionen dargeboten anstatt sie schnöde in Dienst-nach-Vorschrift-Manier runterzududeln. Wie gut ihr aktuelles Album ist, merkt man auch daran, wie einfach die neuen Songs zwischen all ihrem Klassikermaterial bestehen, auch wenn es letztlich nur vier Songs in die Setlist geschafft haben. Ansonsten darf man sich auf Hochglanzversionen aus allen ihren Karrieremomenten freuen, von ganz alten Tracks wie „I’ll Supply The Love“, über 80er-Hits wie „Isolation“, „I’ll Be Over You“ oder „Pamela“ bis zu 90er-Wunderwerke wie „Kingdom Of Desire“, „Drag Him To The Roof“ oder „Don’t Chain My Heart“. Als Auflockerung gibt’s dazwischen noch vortreffliche, kurzweilige Solospots, die perfekt zum bisweilen vorherrschenden Jam-Charakter des Albums passen.

Der Sound ist glasklar und State-of-the-art, hier bleiben keine Wünsche an ein penibel poliertes Rockalbum unerfüllt. „Falling In Between Live“ ist eine rund zweistündige Rock/Pop/Prog-Vollbedienung der Extraklasse, die eigentlich nicht nur beinharten TOTO-Fans munden dürfte. Noch ist das Ganze nur als Doppel-CD erhältlich, im kommenden Jahr soll eine DVD-Veröffentlichung folgen.

30.11.2007

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