Toxic Smile - I'm Your Saviour

Review

Offensichtlich haben es sich TOXIC SMILE zum Ziel gesetzt, das erste Prog-Highlight des Jahres 2011 zu veröffentlichen. Und auch wenn die direkte Konkurrenz zum Release am 1. Januar noch nicht sonderlich groß sein dürfte, haben sich die Leipziger doch schwer dafür ins Zeug gelegt. Für ihr drittes Album hat sich die Band satte sechs Jahre Zeit gelassen, in denen allerdings auch eine DVD und eine EP erschienen sind. Genügend Zeit zum Reifen hatte das Songmaterial also, was man „I’m Your Saviour“ auch sofort anhört. Die neun Stücke sind gespickt mit eingängigen Hooklines, spannungsreich arrangiert und verzichten auf belanglose Füll-Passagen.

Die einzelnen Bandmitglieder verfügen über eine bestechend starke Spieltechnik, dabei liegt das Hauptaugenmerk aber eindeutig auf der Songdienlichkeit und nicht auf exzessivem Instrumental-Posing. Dem durchgängig hohen musikalischen Anspruch tut dies keinen Abbruch, nur wird die Komplexität völlig unaufdringlich in die Songs eingewoben und verkommt zu keiner Zeit zum bloßen Selbstzweck. Die musikalischen Paten sind Progressive-Größen wie SYMPHONY X, DREAM THEATER oder PAIN OF SALVATION, insbesondere in den ruhigeren Momenten (die sich hauptsächlich in der zweiten Hälfte des Albums tummeln) brauchen TOXIC SMILE auch den Vergleich mit der Prog-Supergruppe TRANSATLANTIC nicht zu scheuen.

Insgesamt gibt es an dem Album nur wenig auszusetzen. Die Produktion tönt angenehm warm und natürlich, an einzelnen Stellen würde man sich aber eine bessere Differenzierbarkeit der Instrumente wünschen. Frontmann Larry B. liefert eine phantastische Leistung ab und schafft es, mit seinem emotionalen Gesang die Seele der zuhörerschaft zu berühren. Natürlich könnte man an manchen Stellen noch Details verbessern und die ein oder andere Passage etwas direkter auf den Punkt bringen oder mehr atmen lassen. Das ist aber meckern auf extrem hohem Niveau, den unter dem Strich machen TOXIC SMILE bereits fast alles richtig und haben mit „I’m Your Saviour“ die Messlatte für Prog-Alben im Jahr 2011 schon einmal richtig hoch angelegt.

19.12.2010

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