Transport League - Twist And Shout At The Devil

Review

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Mit ihrem neuen Album setzen TRANSPORT LEAGUE ihren eingeschlagenen Weg unbeirrt fort. „Twist And Shout At The Devil“ heißt das Eisen, das die schwedischen Stoner-Sludge-Haudegen nun auf die Welt loslassen. Sogar ein Feature des HARDCORE SUPERSTAR-Sängers Jocke Berg findet sich hier, genauer auf „Werewolves In The Sink“. Die Band hat sich auch ansonsten einiges vorgenommen.

Das klingt zu Beginn der Platte in jedem Falle vielversprechend. „Destroy Rock City“ eröffnet mit einfachen aber effektiven Riffs und drückt aggressiv nach vorne. Der „Boogie From Hell“ von TRANSPORT LEAGUE schwingt hier ziemlich deutlich mit und lässt die Beine locker werden. Schön ist hier auch Tony Jelenovichs kommandierender Gesang, der das Moment des Songs wunderbar unterstreicht. „Power Of The Sloth“ geht da etwas schwerer und düsterer zur Sache. Weiterhin sind es aber die Grooves, die für die nötige Zugänglichkeit sorgen. Im Überhit „Cannibal Holobeast“ übertreffen sich TRANSPORT LEAGUE schließlich selbst und liefern einen der cooleren Rocker des Jahres ab. Der Song hat einen grandiosen Flow und geht mit seinen Offbeat-lastigen Riffs runter wie Öl.

TRANSPORT LEAGUE und der verflixte Boogie

Doch leider lässt die Qualität von „Twist And Shout At The Devil“ von hier an nach. Die Riffs sind teilweise doch sehr einfältig geraten und greifen einfach nicht mehr so gut wie auf dem eröffnenden Tripel. Gerade das diesem folgende „Shine To Swine“ klingt etwas sehr lethargisch und hätte mehr Biss vertragen können, sowohl im Riffing als auch im Gesang. Das wiederum recht flotte „Zulu Zombie Zodiac“ bricht die Monotonie durch interessantes Songwriting und gewitzte Breaks auf, ehe „Dead And Awake“ einen wieder herunter zieht. Jocke Berg wertet „Werewolves In The Sink“ gesanglich zwar auf, rettet ihn aber auch nicht vor seinem abwechslungsarmen Riffing. Dafür lässt der Rausschmeißer „Winter War“ aber wieder durch seine Nähe zum Stoner Doom aufhorchen. Hier legen TRANSPORT LEAGUE ihren Boogie mal ad acta – und es funktioniert. Die Riffs bedanken sich.

Eine gemischte Tüte ist „Twist And Shout At The Devil“ also geworden. Gute Songs sind drauf, allerdings auch ein paar Schnarcher, die das Gesamtbild empfindlich stören. Die Fixierung der Band auf den Boogie hat möglicherweise etwas damit zu tun. Dadurch bleiben die Schweden etwas unter ihren Möglichkeiten, dennoch ist die neue Platte der Herren alles andere als unhörbar. Der Sound ist angenehm zu hören, auch wenn er etwas mehr Volumen hätte vertragen können. Alles in allem also eine solide Leistung, die sich die ein oder andere Runde auf dem Plattenteller durchaus verdient hat.

23.07.2017

Sitzt, passt, wackelt, hat Luft.

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