Versus The Stillborn-Minded - The Eternity Itch

Review

Galerie mit 16 Bildern: Versus The Stillborn-Minded auf dem Doom In Bloom Festival 2016

Mit „The Eternity Itch“ bringen VERSUS THE STILLBORN-MINDED inzwischen ihre vierte Veröffentlichung unters Doom-Volk, wahlweise auf limitiertem Vinyl (Halleluja Stoner Records) oder CD mit stylisch transparentem Booklet (The Church Within Records). Egal welches Format, stilistisch bleiben die Nürnberger ihrer Mischung aus Doom Metal, Sludge und Psychedelic Rock treu.

Nach einem Intro mit Klaviertönen und Vogelgeräuschen walzen sich VERSUS THE STILLBORN-MINDED meist im Zeitlupentempo durch ihre Stücke, mit knarzig verzerrten, tiefen Doom-Riffs, groovigem Bass, schleppendem Schlagzeugspiel und grabestiefem, klagendem Gebrüll, was sich zusammen anhört wie direkt in einem schlammigen Sumpf gespielt. Die Dissonanzen drücken, und schon das erste richtige Stück, das boshafte „Cut And (Still) To Be Threshed“, schwenkt von traditionellen Doom Riffs zu derberen Passagen, welche stark an NEUROSIS erinnern, während das bittere, harmonisch melancholische Ende schon wieder nach Postrock klingt. Und so abwechslungsreich und im positiven Sinne sperrig geht es weiter. Die Einflüsse der Sludge-Vorreiter aus Kalifornien hört man auch im folgenden, dynamischen „Hidden Pudenda“. VERSUS THE STILLBORN-MINDED bringen zwischen den Stücken immer wieder instrumentale Interludien mit Keyboard und teilweise Akustikgitarre. Die wechselnden Stimmungen zwischen psychedelisch und spacig, oder tieftraurig, halten die Spannung stets oben. Dabei sind diese Wechsel meist schleichend. Ein gutes Beispiel für diese Änderungen ist „Bovine Minds In Motion“, welches mal pur melancholisch, atmosphärisch schwebend daherkommt, dann aber wieder auf derbe, wütende Heavyness setzt. Die Krönung ihres Schaffens stellt schließlich das fast 20minütige „Shed!“ dar, mal bluesig, mal psychedelisch, auf Dauer aber recht versunken monoton.

VERSUS THE STILLBORN-MINDED haben mit „The Eternity Itch“ ein grundsätzlich gutes Album erschaffen, mit solidem, dreckigen Sludge. Positiv hervorzuheben sind die Abwechslung, insbesondere was auch den emotionalen Gesang anbelangt, sowie die Produktion. An ihre großen Vorbilder NEUROSIS kommen sie aber noch nicht ran, dafür fehlt es noch etwas an Finesse. Dennoch, VERSUS THE STILLBORN-MINDED erschaffen krasse Klanggemälde im Hirn und sollten daher von der entsprechenden Zielgruppe unbedingt getestet werden.

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18.05.2013

Geschäftsführender Redakteur (News-Leitung)

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