Vomitory - Bloodrapture

Review

Galerie mit 15 Bildern: Vomitory auf dem Summer Breeze Open Air 2017

Yeeeess! Leute, kennt Ihr das Gefühl, wenn ein Vorschlaghammer mit ungebändigter Kraft auf Euer Haupt niedersaust und dieses mit vernichtender Gewalt zertrümmert? Nein? Ich auch nicht, aber so in etwa stelle ich es mir vor, wenn der Opener von Vomitorys viertem Studiowerk „Bloodrapture“, der auf den Namen „Chaos Fury“ hört, seinen zerstörerischen Feldzug in Richtung meiner Nackenmuskeln antritt. Welch eine Wuchtbrumme mit Riffs in bester Slayer-Manier, punktgenauem, treibendem Drumming und herrlich fiesem Gregrowle einem die vier Schweden hier um die Ohren prügeln! Das nötigt mir schon einen ungläubigen Blick und Respekt ab. Das Schönste an diesem Silberling aber ist, dass die Brutalität und Intensität, mit der Vomitory zu Werke gehen, über die gesamte Spielzeit ihres neuen Outputs keinen Deut abnehmen. Ganz im Gegenteil, die Mannen um Bandgründer und Gitarrist Urban Gustafsson präsentieren sich im Songwriting ausgereifter denn je und scheuen sich nicht davor, das Tempo auch mal kurzzeitig herauszunehmen und stattdessen tonnenschwer zu grooven („Redeemed In Flames“), was sich mit dem sonst vorherrschenden Grindgeballer wunderbar verträgt. Vor allem Erik Rundqvists vor Wut und Aggression nur so strotzende Vocals jagen einem immer wieder einen wohligen Schauer über den Rücken. So gibt es songtechnisch keinen einzigen Ausfall zu vermelden und man fühlt sich nach den letzten Klängen des finalen Genickschlags, dem schleppend beginnenden und sich bis zur rasenden Riffattacke steigernden Titeltrack, einfach rundum vollbedient, wenn man erschöpft in seinen Sessel zurücksinkt. Der einzige Wermutstropfen ist die mit etwas über einer halben Stunde doch recht knapp bemessene Spielzeit. Von Death Metal dieser Güteklasse kann man sich durchaus mehr gefallen lassen. Nichtsdestotrotz ist „Bloodrapture“ einer der heißesten Anwärter auf die Todesbleischeibe des Jahres und weckt eine unheimliche Vor- und Bangfreude auf die anstehende Tour mit Amon Amarth Ende April! Absolutes Pflichtteil!

24.03.2002

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5 Kommentare zu Vomitory - Bloodrapture

  1. azazel sagt:

    wow, 32 minuten spielzeit. das erinnert ja an die frühzeiten gorgoroths. value for money…

    5/10
  2. dodger sagt:

    toller kommentar herr azazel… Absolutes Hammeralbum das sogar fast den Vorgaenger uebertrumpft…ich freu mich schon die Live zu sehen 🙂

    9/10
  3. Throne sagt:

    Echt derbe Scheibe! Mit das beste, was ich in Sachen Death seit längerer Zeit gehört habe, auch wenn die Spielzeit recht knapp bemessen ist. Gefällt mir auch besser als die Vorgängeralben. Mehr davon!

    9/10
  4. shadowofdeath sagt:

    Klasse Album! Mehr davon!

    9/10
  5. frankenbub sagt:

    Klasse DM! Lieber kurz und knackig als lang und Lückenfüller. Gefällt mir tausendmal besser als die letzten Cannibal Corpse Scheiben.

    9/10