Die persönliche Top 10 von ...
Flo von Prophets of the Rising Dead

Special

Flo, der Drummer der Modern-Melodic-Death-Metal-Band PROPHETS OF THE RISING DEAD

Schon in sehr jungen Jahren deutete sich an, dass ich eines Tages am Schlagzeug sitzen würde. Bereits als Kind suchte ich mir Eimer und Töpfe zusammen und verwandelte sie in mein erstes improvisiertes Drumset, auf dem ich dann mit großer Begeisterung herumtrommelte.
Meine musikalische Reise begann dennoch recht klassisch: als Keyboard-Schüler an unserer örtlichen Musikschule. Dort entwickelte ich früh ein Gespür für Melodien, Atmosphäre, Harmonien und flächige Klangwelten – Elemente, die meinen Musikgeschmack bis heute nachhaltig prägen.
In meinen Teenagerjahren wuchs jedoch der Wunsch nach einem anderen Instrument – die Entscheidung fiel auf das Schlagzeug. Autodidaktisch brachte ich mir nach und nach das Schlagzeugspielen bei und lernte in der Big Band meiner Schule meine ersten Bandkollegen kennen, die mich schließlich an den Metal heranführten.

Diese Musik hatte den größten Einfluss auf meine persönliche musikalische Entwicklung:

Anders als viele begann ich Anfang der 2000er nicht mit Nu Metal, sondern richtete meinen Fokus von Anfang an auf OPETH, und genau die begeistern mich bis heute: nicht nur wegen ihrer außergewöhnlich vielseitigen Songstrukturen, sondern auch aufgrund der beeindruckenden Virtuosität jedes einzelnen Bandmitglieds – instrumental wie gesanglich.
Wenn es etwas gradliniger sein durfte, fiel meine Wahl damals auf IN FLAMES. Ihre melodischen Gitarrenriffs und die treibenden, eingängigen Drums haben mich sofort gepackt. Was mir dort jedoch manchmal fehlte, waren prägnante Clean Vocals mit Ohrwurmcharakter – die fand ich dann schließlich bei AS I LAY DYING. Gerade die Kombination aus melodischem Metalcore und druckvollen Breakdowns hat bei mir Spuren hinterlassen. Dieses Wechselspiel aus Melodie und Härte trifft es bei mir so ziemlich auf den Punkt, beeinflusst mich sowohl als Hörer als auch als Musiker und spiegelt sich in meiner aktuellen Top-10-Liste definitiv eindeutig wider.

Die persönliche Top 10 von Flo

Flo von PROPHETS OF THE RISING DEAD – playlist by metal.de | Spotify

LORNA SHORE – „Glenwood“

LORNA SHORE war bis zum Erscheinen ihres Videos zu „Oblivion“ vom Album „I Feel The Everblack Festering Within Me“ für mich nur undefinierter Krach. Ich habe den Hype dieser Band tatsächlich nicht verstanden. Doch dann habe ich mir das besagte Video angesehen und war vollkommen geplättet. Direkt danach habe ich mich dann genauer mit der Band befasst und bin fortan zum Fan geworden. „Glenwood“ hat mich auf dem Album dabei am meisten gefesselt und ist aufgrund seiner Emotionalität sowohl instrumental als auch lyrisch ein absolutes Masterpiece mit Gänsehautmoment. Nostalgie und Vergänglichkeit gepaart mit Blastbeats, technischen Riffs und fetten Growls gehören zurecht auf Platz 1.

RIVERS OF NIHIL – „House Of Light“

Bei „House Of Light“ ist es die Mischung aus Progressive und Death, die mich so krass fasziniert. Der Chorus bleibt sofort im Gedächtnis und wird am Ende dann mit einem unfassbaren Blast abgerundet. Der zusätzliche Einsatz des Saxophons ist dann noch die Kirsche auf der Torte. Passt mega gut in diesen kontrastreichen Song.

BLOODRED HOURGLASS – „We Should Be Buried Like This“

Auf BLOODRED HOURGLASS bin ich durch Zufall gestoßen, da ich für uns immer auf der Suche nach Supportslots bin und gesehen habe, dass die Jungs anfangs noch ohne Support waren. Als ich dann mal reingehört habe, bin ich sofort hängengeblieben. Sie sind für mich die modernen IN FLAMES – eingängige Melodien mit einer explosiven Dynamik, und „We Should Be Buried Like This“ ist genau das. Eingängig, geradlinig, mitreißend, geradeaus.

GAEREA – „Nomad“

„Nomad“ ist unfassbar energiegeladen. Die treibende Doppelbass und die dichte emotionale Atmosphäre machen den Song so bärenstark. Der zusätzliche Stimmenwechsel im Chorus und die anschließenden progressiven Elemente, insbesondere mit den Lyrics, haben eine krasse Tiefe und mich sofort abgeholt.

IN MOURNING – „As Long As The Twilight Stays“

Bei dem Song fasziniert mich die Melancholie, das Festhalten an Erinnerungen und Hoffnung. Das setzen die Jungs unfassbar geil um. Abwechslungsreiche Gitarrenflächen mit einer schnellen Bassdrum und kraftvollen Vocals.

PRESIDENT – „In The Name Of The Father“

Diese brachial krass tiefgestimmte Gitarrenwand und die besonderen Clean Vocals, die in kratzige Screams übergehen, machen diesen Song für mich so besonders. Abgerundet von den extrem groovigen Drums mit häufigen Breaks und Stops wird das Ganze dementsprechend nicht langweilig. Die zusätzlichen Soundelemente verleihen dem Song dann gänzlich Brillanz.

LORNA SHORE – „Unbreakable“

Meiner Meinung nach der Popsong auf der aktuellen Platte. Vor allem die Hookline sorgt dafür, dass es sich so anfühlt. Ansonsten ist das Ding klar und einfach strukturiert und geht kompromisslos in die Fresse. GEIL!

ANNISOKAY – „My Effigy“

Ich kenne ANNISOKAY schon ziemlich lange, aber erst mit der aktuellen Platte „The Abyss – The Final Chapter“ haben sie mich vollends in ihren Bann gezogen. „My Effigy“ liefert dabei am stärksten ab. Da passt einfach alles. Das Drumming ist unfassbar abwechslungsreich, die Gitarren unglaublich intensiv und präsent und die Growls gut im Song eingebettet und derbe druckvoll. Vor allem die Stimmfarbe und die Phrasierung der Clean Vocals hinterlassen bei mir einen krassen Ohrwurm. Live beim Full Rewind Festival waren die Jungs auch eine absolute Übermacht.
Kleiner Fun Fact: Gitarrist und Sänger Christoph hat schon unser Album „Discordia“ und auch die neuen Songs produziert, recorded, gemixt und gemastert, und Bassist Peter dreht unsere Videos.

BLACK ORCHID EMPIRE – „Angelfire“

BLACK ORCHID EMPIRE hat mir mein Bassist Sven empfohlen mit den Worten: „Das könnte dir gefallen!“ – und ja, das tut es absolut. Prog Metal at its best. Geile Gitarren mit dem Hauptaugenmerk auf Rhythmus, ein präziser Bass, tighte Drums und starke Clean Vocals.

UPON A BURNING BODY – „Killshot“

Und zum Abschluss wird es brutal groovig. Langsame, schwere Passagen mit einem starken Rhythmus zeichnen den Song aus. Einfach bangen im 4/4-Takt und fertig. Genau das, was es braucht, um mal abzuschalten.

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06.05.2026

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