Die zweite Meinung
"The Elders' Realm" von Kambrium

Special

Der Kollege Philipp Issler hat am Samstag bereits in seiner Review zu KAMBRIUMs neuem Album „The Elders‘ Realm“ seine Meinung kundgetan. Kollege Möller hat eine zweite Meinung dazu – die er euch nicht vorenthalten will, obgleich beide Autoren sich in vielen Punkten einig sind!

Die zweite Meinung zu KAMBRIUMs „The Elders‘ Realm“:

Für die niedersächsischen Melodic Death/Power Metaller KAMBRIUM steht das dritte Album an – das Do-or-die-Album, wie es allgemein heißt. Das Album, das die Spreu vom Weizen trennt; das Album, das Erfolgsbands von ewigen Underground-Kumpanen unterscheidet. KAMBRIUM müssen sich keinen Kopf machen, sofern es ihnen denn überhaupt auf die große Karriere ankommt: Ihr drittes Album „The Elders‘ Realm“ bringt alles mit, was ein solches Album braucht, besonders die gekonnte Verquickung von Melodie und Härte, von Eingängigkeit und Komplexität macht die neue Platte der Helmstedter zu einem Ohrenschmaus.

Melo Death? Symphonic Power Metal? „Warum nicht beides?“, fragen sich KAMBRIUM.

Denn obwohl (Melodic) Death Metal und sinfonischer Power Metal nicht unbedingt die zwei Genres sind, die normalerweise miteinander harmonieren, bringen KAMBRIUM auf „The Elders‘ Realm“ immer wieder die gemeinsamen Nenner der beiden Spielarten auf den Punkt. Zwar tendiert die Waage deutlich in Richtung Melo Death, aber dem Album fehlt es kein Stück an Melodie und Epik. Das beweist schon der furiose Opener „Abyssal Streams“. Der geht nach einem verspielten, orchestralen Intro und an BLIND GUARDIAN angelehnten, choralen Gesängen mit Uptempo-Schlagzeugspiel und einer DISSECTION-Leadgitarre direkt in die Vollen. Es gesellt sich in der Strophe AMON AMARTH-iges Midtempo-Stampfen dazu, bevor es erst im weiteren Verlauf erstmals Power-Metal-Elemente zu hören gibt.

Auch „Through Shades And Despair“ gehört zur deftigeren Zunft, „Conjure The Lost“ überzeugt im Anschluss mit einem verspielten, epischen Schlussteil nach bester EPICA-Manier. Der schleppende Titeltrack von „The Elders‘ Realm“ darf daraufhin als waschechter Höhepunkt gelten. Der verquickt geschickt die verschiedenen Elemente des KAMBRIUM-Sounds; wie nebenbei heben die Helmstedter darin den Spalt zwischen Melodic Death und Symphonic/Power Metal nahezu gänzlich auf.

„The Elders‘ Realm“: All Killer, no Filler!

So geht es weiter. Ausfälle gibt es auf „The Elders‘ Realm“ keine zu verbuchen, stattdessen reiht sich Ohrenschmaus an Ohrenschmaus. „Shattered Illusions“, „Reckoning Of The Great“, und vor allem der epische, 13-minütige Abschluss „Furious Decay Of A Dying World“ zeigen, welche Klasse in dieser Band steckt. Mit jeder einzelnen der zehn Kompositionen auf „The Elders‘ Realm“ beweisen KAMBRIUM, welche musikalische Klasse in ihnen steckt – Hut ab!

Damit ist KAMBRIUM ein Album gelungen, das die Band beruhigt als berühmt-berüchtigtes drittes Album ins Rennen schicken kann. „The Elders‘ Realm“ muss sich hinter niemandem verstecken – die Platte ist eine dicke Party für Metalfans, die es sowohl melodisch als auch hart mögen. AMON AMARTH-Fans sollten das Album genauso antesten wie Fans der kompositorischen Komplexität von EPICA und Konsorten.

8/10 Punkten

Galerie mit 16 Bildern: Kambrium - Rockharz 2017
25.07.2016

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