Manilla Road - To Kill A King

Review

Nach dem guten, aber etwas ruhigeren “The Blessed Curse” kommt mit “To Kill A King” heuer das mittlerweile achtzehnte Studioalbum von MANILLA ROAD via ZYX/Golden Core heraus. Und wieder hat sich der Stilmix der Band um Mastermind und Epic-Metal-König Mark ‘The Shark’ Shelton ein wenig verschoben – in Richtung der Siebziger. Das macht sich vor allem in den ausufernden Soloparts vom Shark bemerkbar. Mutig, da nicht jeder Hörer viel für üppige Solopassagen übrig hat.

Ebenso mutig ist es sicherlich den längsten Song an den Anfang des Albums zu stellen. Der Titeltrack kommt auf über zehn Minuten Spielzeit, bietet dabei aber (fast) alles, was Epic Metal ausmacht. Interessante Spannungsbögen treffen auf eben jene Soloparts des Shark. Hinzu kommen Riffs, die sich so auch nur Herr Shelton ausdenken und in gute Songs packen kann. Auch das Drumming von Neudi sollte erwähnt werden, spielt der Mann doch mittlerweile eine zentrale Rolle im Sound von MANILLA ROAD. Dabei versteht er es den Songs seinen Stempel aufzudrücken, wie es beispielsweise Nicko McBrain in seinen ersten Jahren bei IRON MAIDEN auch vermochte. Was der Nummer hingegen fehlt, und da ist sie nicht alleine auf dem Album, ist eine Ohrwurmmelodie, wie sie auf den Klassikeralben der Band zuhauf zu finden sind. Das ist auch der Hauptkritikpunkt an “To Kill A King”. Musikalisch stimmt hier wieder einmal alles, leider haben MANILLA ROAD aber vergessen die Songs mit eingängigen Refrains zu versehen. “In The Wake”, “The Other Side” und “Ghost Warriors” sind da angenehme Ausnahmen. Insgesamt hätte es aber gerne mehr Songs in dem Stil auf dem Album geben dürfen. Das heißt natürlich nicht, dass Mark Shelton und seine Jungs hier einen Rohrkrepierer auf die Fans loslassen.

Dafür ist das Line-Up zu stark (mit neu-Bassist Phil Ross) und auch die Jahrzehnte lange Erfahrung spricht für MANILLA ROAD, schlechte Songs kann die Band nicht schreiben. Vielleicht wurden die Fans bei den letzten beiden Platten ein wenig zu sehr mit Ohrwürmern verwöhnt. Heuer haben Mark Shelton und seine Jungs einen etwas anderen Ansatz gewählt, und sich mehr auf die instrumentale Seite von MANILLA ROAD fokussiert. Ein durchaus interessanter Ansatz, allerdings braucht “To Kill A King” hierdurch definitiv mehr Zeit um zu zünden.

Das wiederum macht die Scheibe zu keiner, die man mal eben nebenher hören kann. Man muss sich als Hörer hier schon genauer mit der Musik auseinander setzen. Wie gesagt, ein schlechtes Album ist “To Kill A King” nicht. Ich würde sagen ein sehr gutes aus der zweiten Reihe der MANILLA ROAD-Releases. Interessant, aber kein gänzlicher Volltreffer.

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05.09.2017

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